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Förderungen

Photovoltaik

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Wie Photovoltaik-Förderungen funktionieren, wer
PV-Anlagen-Förderungen vergibt und wie Sie von der Salzburg AG dabei unterstützt werden. 

PV-Anlagen haben also zahlreiche positive Aspekte, allerdings läuft die Energiegewinnung aus PV-Anlagen nicht kostenlos ab. Zum einen kostet die Anlage selbst, deren Installation sowie die Wartung Geld, zum anderen fallen Steuern und Abgaben an die öffentliche Hand an. Allerdings nehmen Bund und Länder nicht nur, über Förderungen geben Sie auch wieder etwas zurück.

Wir erklären Ihnen, wie Photovoltaik-Förderungen funktionieren, wer PV-Anlagen-Förderungen vergibt, wie Sie von der Salzburg AG dabei unterstützt werden, sowie im Anschluss, mit welchen Abgaben und Steuern Sie zu rechnen haben.

Förderungen, Steuern und Abgaben bei PV-Anlagen schnell erklärt

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Gefördert werden Photovoltaikanlagen, da diese Art der Stromgewinnung aus Sonnenlicht nachhaltig und umweltschonend ist. Sie können Geld aus der Tarifförderung, der Förderaktion des Klima- und Energiefonds (KLIEN) und von der Investitionsförderung beantragen – auch bestimmte Kombinationen sind möglich.

Zudem müssen Sie und Ihre PV-Anlage verschiedene Voraussetzungen erfüllen, um förderbar zu sein. Ein Beispiel dafür ist in den meisten Fällen, dass Ihre Photovoltaikanlage an das öffentliche Stromnetz angebunden ist. Die Energieberater der Salzburg AG helfen Ihnen bei den teilweise schwer zu verstehenden Förderanträgen. Beim Produkt Solar.Dach der Salzburg AG ist diese Hilfe für Sie bereits inkludiert. 

Wenn Sie als Privatperson den Strom aus Ihrer PV-Anlage an einen Energieanbieter verkaufen, sind Sie automatisch ein Kleinunternehmer. Überschreiten Sie dabei die festgelegte jährliche Umsatzgrenze nicht, müssen Sie keine Umsatzsteuer bezahlen. Näheres dazu, und ob und wie zum Beispiel Landwirte für den so erzeugten Strom Steuern und Abgaben zu entrichten haben, lesen Sie bitte im Folgenden detailliert. Wichtig zu wissen ist, sollten Sie pro Jahr mehr als die 12fache Geringfügigkeitsgrenze erwirtschaften, werden auch Sozialabgaben fällig.

Welche Bundes- und Landesförderungen für Photovoltaikanlagen gibt es?

Förderung von PV-Anlagen von Bund und Länder werden laufend den aktuellen Gegebenheiten angepasst und sind daher kein starres Konstrukt, denn sie sollen dem Wohl der Allgemeinheit und der Nachhaltigkeit zugutekommen. Daher kommen im Laufe der Jahre durchaus neue hinzu und ältere fallen dafür weg.

Sie können vom Land Österreich für Ihre PV-Anlage aus verschiedenen Fördertöpfen Mittel beantragen. Unter anderem ist es für Sie möglich, Geld aus Mitteln der Tarifförderung, der Förderaktion des Klima- und Energiefonds (KLIEN) und der Investitionszuschüsse (Investitionsförderung) zu erhalten.

Die Tarifförderung für Photovoltaikanlagen

Die Tarifförderung (§ 12 ÖSG 2012) bietet Geld für Photovoltaikanlagen an, die zwischen 5 kWp und 200 kWp liegen. Zudem müssen die entsprechenden
PV-Anlagen neu installiert und netzgekoppelt (an das öffentliche Stromnetz angeschlossen) sein. Hinzu kommt, dass Sie das Geld aus diesem Fördertopf nur erhalten, wenn die PV-Anlage an oder auf einem Gebäude angebracht ist. Sie können einen Antrag auf Tarifförderung ganzjährig einbringen.

Die Tarifförderung von PV-Anlagen kann dabei pro Jahr mehrere Millionen Euro an Förderbudget ausschütten. Aus diesem Geldtopf kann man ausschließlich eine Kombination aus Einmalzuschuss und erhöhtem Einspeisetarif erhalten. Der Einmalzuschuss beträgt mit Stand 2020 maximal 250 Euro/kWp bis zu einer Grenze von 200 kWp. Dieser Betrag überschreitet niemals 30 % der förderfähigen und anrechenbaren Investitionskosten für die Errichtung der PV-Anlage. Der erhöhte Einspeisetarif liegt aktuell (2020) bei 7,67 Cent/kWh und wird über 13 Jahre hinweg auf diese Art gefördert. Der Preis pro kWh wird von der zuständigen Stelle immer wieder angepasst. Bitte informieren Sie sich entsprechend.

 

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewilligung von Geldern aus der Tarifförderung

Um die Tarifförderung des Bundes zu erhalten, müssen verschiedene Voraussetzungen seitens des Antragstellers erfüllt sein. Sie müssen…

  • einen Einspeisepunkt vorweisen, der die Photovoltaikanlage mit dem Netz des zuständigen Netzbetreibers verbindet
  • alle Genehmigungen und Anzeigen zum Zeitpunkt des Förderantrages vorliegen haben
  • den gültigen Förderantrag vor Beginn der Errichtungsmaßnahmen einreichen
  • die PV-Anlage an oder in einem Gebäude anbringen
  • eine PV-Anlage wählen, deren Gesamtleistung zwischen 5 und 200 kWp liegt

Wird einer dieser Punkte nicht erfüllt, wird die Tarifförderung vonseiten des Bundes in der Regel nicht bewilligt. Außerdem ist eine Tarifförderung in der Regel nicht mit einer Investitionsförderung des Bundes oder der Länder kombinierbar.

Investitionsförderung für Photovoltaikanlagen

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Mit der Investitionsförderung werden PV-Anlagen bedacht, die an das öffentliche Stromnetz angekoppelt sind. Anders als bei der Tarifförderung werden neben Neuanlagen auch Erweiterungen bestehender Photovoltaikanlagen gefördert. Deren Leistungsobergrenze darf 500 kWp nicht überschreiten. Zwar kann eine PV-Anlage auch mehr leisten, allerdings wird ab dem 501. kWp nicht mehr gefördert. Eine förderbare PV-Anlage muss im Rahmen der Investitionszuschüsse an oder auf einem Gebäude, einer Betriebsfläche (ausgenommen Grünflächen) oder einer baulichen Anlage montiert werden. 

Neben einer neuen oder erweiterten Photovoltaikanlage können Sie über den Topf der Bundes-Investitionsförderung auch Gelder für die Errichtung oder die Erweiterung von Stromspeicher beantragen. Diese dürfen allerdings die nutzbare Kapazität von 50 kWh nicht überschreiten. Natürlich sind hierbei nur jene Stromspeicher förderbar, die Sonnenenergie über eine PV-Anlage speichern.

Die Gesamtsumme, die der Investitionsförderung in den drei Jahren 2020, 2021 und 2022 jährlich zur Verfügung steht, beträgt 36 Millionen Euro. Zwei Drittel dieses Geldes wird vorrangig für die Erweiterung sowie die Errichtung von PV-Anlagen bereitgestellt. Die Förderanträge werden von den Verantwortlichen in der Reihenfolge bearbeitet, in der diese eintreffen.

Im Rahmen der Investitionsförderung des Bundes erhalten Antragsteller mit einem positiven Bescheid einen bestimmten maximalen Fördersatz. Dieser hängt von der Gesamtleistung der Photovoltaikanlage ab. Grundlegend erhält man …

  • den höchsten Betrag pro kWp für eine PV-Anlage bis 100 kWp,
  • den zweithöchsten Betrag pro kW für eine PV-Anlage zwischen 101 und 500 kWp und 
  • den dritthöchsten Betrag pro kWp für einen Stromspeicher bis 50 kWh.

Sie erhalten keine Förderung über die vollen Investitionskosten. Der Maximalsatz beträgt allerdings 30 % der anrechenbaren Investitionskosten. Unternehmen unterliegen bei der anteiligen Kostenübernahme durch die Investitionsförderung zusätzlichen Beschränkungen, die auf dem EU-Beihilferecht basieren. 

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewilligung von Geldern aus der Investitionsförderung

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Um die Investitionsförderung des Bundes zu erhalten, müssen verschiedene Voraussetzungen seitens des Antragstellers erfüllt sein. Sie müssen …

  • einen Einspeisepunkt vorweisen, der die Photovoltaikanlage mit dem Netz des zuständigen Netzbetreibers verbindet
  • alle Genehmigungen und Anzeigen zum Zeitpunkt des Förderantrages vorliegen haben
  • eine technische Projektbeschreibung dem Antrag beilegen
  • den gültigen Förderantrag vor Beginn der Errichtungsmaßnahmen einreichen
  • nachweisen, dass die PV-Anlage nicht auf einer Grünfläche stehen wird
  • eine Neuanlage oder Erweiterung wählen, deren Modulspitzenleistung bis zu 500 kWp (Photovoltaik) bzw. 50 kWh (Stromspeicher) erreicht und
  • über eine Mindestkapazität von 0,5 kWh je kWp installierter PV-Leistung verfügen.

Wird einer dieser Punkte nicht erfüllt, wird die Investitionsförderung vonseiten des Bundes in der Regel nicht bewilligt. Eine Absage erhalten Sie zudem, wenn Sie in den Bereich der unzulässigen Doppelförderung geraten. Eine Kombination der Gelder aus den Fördertöpfen der Investitionsförderung, der Landesförderung Salzburg und der Förderaktion des Klima- und Energiefonds (KLIEN) ist nicht möglich. 

Wurde eine Photovoltaikanlage durch Gelder der Tarifförderung unterstützt, wird dafür keine Investitionsförderung bewilligt. Ist eine PV-Anlage mit den Geldern der Tarifförderung errichtet worden, ist es jedoch möglich, diese mittels Investitionsförderung zu erweitern.

Photovoltaikförderung des Landes Salzburg

Im Rahmen der Klima- und Energiestrategie SALZBURG 2050 fördert das Bundesland Salzburg Photovoltaikanlagen unter anderem von Privathaushalten und landwirtschaftlichen Betrieben. So soll bis ins Jahr 2050 eine nachhaltige und klimaneutrale Energieautonomie erreicht werden. 

Das Land Salzburg in Kooperation mit der Salzburg AG fördert die Errichtung von effizienten Photovoltaikanlagen. Diese müssen allerdings auf Gebäuden errichtet werden, die dem Wohnzweck dienen. Gefördert werden Photovoltaikanlagen mit maximal 15 kWp. Die maximale Förderleistung ergibt sich aus dem nachgewiesenen Jahresstromverbrauch. Dieser wird mit dem Faktor 0,3 multipliziert. 

Pro Haushalt und Standort wird bei einer Förderbewilligung ein nicht rückzahlbarer Direktzuschuss einmalig ausgezahlt. Für mehrere Anlagen an einem Standort müssen jeweils eigene Anträge eingereicht werden. Wird die Förderung bewilligt, erhält man …

  • einen separat berechneten Fördersatz für jedes kWp zwischen dem ersten und dem 15. bei gebäude- oder dachintegrierten Anlagen oder
  • einen separat berechneten Fördersatz je kWp (maximal für 2 kWp) bei
    2-achsigen nachgeführten Anlagen.

Die Gesamtfördermenge beträgt unabhängig von den Ausgaben max. 30 % der gesamten Brutto-Investitionskosten, die für die Förderung relevant sind. Einen Antrag auf die gemeinsame Förderung von Land Salzburg und Salzburg AG finden Sie auf der Webseite www.energieaktiv.at

Weitere Fördermittel vergibt das Land Salzburg für die Errichtung von effizienten Photovoltaik-Großanlagen, die zum Eigenverbrauch an oder auf Bauwerken …

  • bei Vereinen,
  • konfessioneller Einrichtungen,
  • von Betreibern von Fernwärmeanlagen auf Basis erneuerbarer Energieträger sowie 
  • von Betreibern von Abfallwirtschafts- und Abwasserbehandlungsanlagen 

… errichtet werden. 

Diese Art der Landesförderung für PV-Anlagen setzt sich aus einem Sockelbetrag und einem Zuschuss zusammen. Der Zuschuss beträgt 20 % der Netto-Investitionskosten (max. 200 kWp). Als förderbare Kosten werden hier die Ausgaben für die Module, für den Wechselrichter sowie die Material- und Arbeitskosten betrachtet. Die Anlagengröße bestimmt hier die Maximalhöhe der anrechenbaren Investitionskosten. Bei einer Anlagengröße bis 20 kWp erhält man pro kWp am meisten Geld. Die Geldsumme verringert sich anschließend mit zunehmender
kWp-Zahl. Hierbei überschreitet die Förderhöhe laut dem EU-Beihilferecht 40 % der Netto-Investitionskosten nicht. Nähere Informationen dazu finden Sie auf www.energieaktiv.at. Falls Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich einfach an einen der Salzburg AG-Energieberater.  

Eine weitere Möglichkeit der Förderung von Photovoltaikanlagen bietet das Land Salzburg über die Wohnbauförderung. Wichtig zu beachten ist hierbei, dass die Förderung einer PV-Anlage durch die Salzburger Wohnbauförderung in Kombination mit anderen Fördermaßnahmen zur unzulässigen Doppelförderung zählen kann. 

Förderung von PV-Anlagen über den Klima- und Energiefonds des Bundes

Sowohl natürliche als auch juristische Personen können für neu installierte Photovoltaik-Anlagen Förderungen vom Bund über den Klima- und Energiefonds beantragen. Das bedeutet, dass Privatpersonen, ebenso wie Vereine, Betriebe oder auch konfessionelle Einrichtungen, darum ansuchen können. Beachten Sie, dass für jede PV-Anlage ein eigener Antrag zur Förderung gestellt werden muss. 

Über den Klima- und Energiefonds fördert der Staat Österreich neu errichtete PV-Anlagen. Dabei dürfen maximal 5 kWp zur Förderung beantragt werden. Voraussetzungen für eine positive Bewilligung der betreffenden
PV-Förderung ist, dass …

  • die Anlage vollumfänglich von einer Fachfirma installiert sowie montiert wird,
  • die PV-Anlage an das öffentliche Stromnetz angeschlossen ist und
  • dass die Photovoltaikanlage nach dem 22.06.2020 geliefert wurde. 

Nähere Informationen, speziell über die Antragstellung, erhalten Sie auf der Webseite HIER

Hilfe bei Ihren Förderanträgen

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Sollten Sie von der Salzburg AG das Produkt Solar.Dach erwerben, übernehmen wir für Sie als Privatkunden zusammen mit dem Land Salzburg die Abwicklung sämtlicher relevanter Förderanträge. Diese Leistung ist in unserem Produktpreis enthalten. 

Bitte wenden Sie sich einfach an unsere Energieberater. Diese sind über alle Fördermöglichkeiten ausgezeichnet informiert und helfen Ihnen hier gerne weiter. 

Informationen über die Photovoltaikförderung Steiermark, die Photovoltaikförderung Tirol oder unter anderem auch die Photovoltaikförderung Niederösterreich finden Sie gut zusammengefasst auf der Seite www.pvaustria.at

Steuern und Abgaben für Photovoltaikanlagen

Die Anschaffung, die Montage, die Installation und der Betrieb einer Photovoltaikanlage stellen nicht die einzigen Kostenpunkte dar. Es werden auch verschiedene Steuern sowie Abgaben fällig. Betreiben Sie eine PV-Anlage, sind fünf Fragen die Steuer betreffend zu klären.

  1. Betreiben Sie die PV-Anlage als Unternehmer und besteht somit eine Umsatzsteuerpflicht?
  2. Bestehen Einkünfte durch die PV-Anlage und sind diese einkommensteuerpflichtig?
  3. Wie steht es um die sozialversicherungsrechtliche Behandlung?
  4. Ist eine Elektrizitätsabgabe zu leisten?
  5. Wird die Photovoltaikanlage als Gemeinschaftsanlage betrieben?

Herrscht Umsatzsteuerpflicht bei PV-Anlagen?

Bei der Frage nach der Umsatzsteuerpflicht gilt beim Kauf einer PV-Anlage nach aktuellem Stand (2020) folgendes. Hier kann der Vorsteuerabzug geltend gemacht werden und damit die beim Kauf entrichtete Umsatzsteuer zurückerhalten werden. Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen einer PV-Anlage als Volleinspeiser sowie im Bereich des Eigenverbrauchs und der Überschusseinspeisung.

Umsatzsteuerpflicht als Volleinspeiser

Bei einem Volleinspeiser wird die gesamte Energie, die über eine PV-Anlage erzeugt wird, ohne Eigenverbrauch direkt in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Der Strom für den Eigenverbrauch wird zudem vollständig über das Stromnetz bezogen. Die Umsatzsteuerschuld beim Betrieb einer PV-Anlage als Volleinspeiser wird auf den Wiederverkäufer übertragen. Das bedeutet, die Umsatzsteuer wird vom jeweiligen Energieversorgen abgeführt. Dies heißt für den Betreiber der PV-Anlage, dass er eine Netto-Gutschrift ohne die Umsatzsteuer durch den Energieversorger erhält.

Umsatzsteuer bei Überschusseinspeisung

Im Rahmen der Überschusseinspeisung verbraucht der Erzeuger die durch Verarbeitung von Sonnenlicht durch eine PV-Anlage erzeugte Energie selbst. Der überschüssige, nicht selbst verbrauchte Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Bei der Überschusseinspeisung wird Umsatzsteuer für die selbst verbrauchte Menge Strom an das Finanzamt mit einem Satz von 20 % fällig. Der Betrag wird im Rahmen der Umsatzsteuererklärung abgeführt. Eine Ausnahme gilt hierbei in Bezug auf die Kleinunternehmerregelung. Die Umsatzsteuer, die durch den eingespeisten Strom entsteht, wird wie bei der Regelung für Volleinspeiser vom Wiederverkäufer abgeführt. 

Da die Stromlieferung an Wiederverkäufer als unternehmerische Tätigkeit gilt, werden dabei Privatpersonen als Unternehmen angesehen. Die Privatpersonen werden damit automatisch zu Einzelunternehmen. Liegt der somit erzielte Jahresumsatz unterhalb von 35.000 Euro netto (Stand 01. Jänner 2020), gilt die Privatperson als Kleinunternehmer und muss keine Umsatzsteuer entrichten. Allerdings erhält der Kleinunternehmer auch keine Vorsteuerabzugsberechtigung. Näheres dazu, sowie über die Chance, als Privatperson/Kleinunternehmer die Möglichkeit einer Vorsteuerabzugsberechtigung zu erhalten, finden Sie im Steuerleitfaden auf dieser Seite.

 

Als Gewerbetreibender, Vermieter, Freiberufler oder auch Landwirt, werden in der Regel die Umsätze aus der Gewinnung und Lieferung von Strom durch PV-Anlagen zu den regulären Umsätzen dazugezählt. 

Bei Landwirten werden zu den somit erzielten Umsätzen die pauschalisierten Umsätze aus der entsprechenden Landwirtschaft in die Gesamtbetrachtung einbezogen. 

Auch Gemeinden können über die Einspeisung von Strom aus einer Photovoltaikanlage Geld lukrieren. Ist dies der Fall, gilt eine Gemeinde als Unternehmen, wenn der Jahresumsatz daraus netto oberhalb der Grenze
von 2.900 Euro liegt. Wird mehr umgesetzt, unterliegt die Gemeinde, die eine Photovoltaikanlage betreibt, der unbeschränkten Körperschaftssteuerpflicht. Gewinne werden also mit 25 % Körperschaftssteuer belegt. 

Erzielen Sie als Privatperson durch den Betrieb einer Photovoltaikanlage Gewinn, wird dieser als Teil der Einkünfte gerechnet. Liegen allerdings neben diesen Einkünften ausschließlich nichtselbstständige Einkünfte wie Pensionen oder Geld aus einem Dienstverhältnis vor, sind die Photovoltaikeinkünfte bis zu einem jährlichen Betrag von aktuell (2020) 730 Euro steuerfrei.

Einkünfte aus PV-Anlagen im Rahmen der Sozialversicherung

Erwirtschaften Sie als Privatperson durch die eigene Photovoltaikanlage im Jahr mehr als die 12fache Geringfügigkeitsgrenze, werden Sie als Neuer Selbstständiger sozialversicherungspflichtig. 

Landwirte, deren Einkünfte durch den Betrieb einer PV-Anlage ebenfalls über die Geringfügigkeitsgrenze hinauskommen, werden auch sozialversicherungspflichtig. Allerdings wird dieser Betrag nicht bei der SVA der Bauern, sondern bei der Sozialversicherung der Selbstständigen fällig.

Unterliegt selbst produzierter PV-Strom der Elektrizitätsabgabe?

Die Frage, ob selbst hergestellter Strom der Elektrizitätsabgabe unterliegt, stellen sich viele Besitzer und Betreiber von Photovoltaikanlagen. Für selbst produzierte Energie ist eine Abgabe von 0,015 Euro je kWh fällig. Diese Elektrizitätsabgabe wird mit Stand 2020 nicht fällig, wenn der Strom komplett an ein Elektrizitätsunternehmen abgegeben wird. Eine Befreiung von der Elektrizitätsabgabe wird dann gewährt, wenn die über eine PV-Anlage erzeugte Energie vom Erzeuger oder der Erzeugergemeinschaft selbst verbraucht und nicht in ein öffentliches Stromnetz eingespeist wird. 

Auf Dächern von Gemeinschaftshäusern dürfen seit der kleinen Ökostromnovelle 2017 gemeinsam genutzte Photovoltaikanlagen aufgestellt werden. Beim Betrieb einer gemeinschaftlich genutzten PV-Anlage sollte man folgende Punkte beachten:

  • Die Stromlieferung an Endverbraucher wird mit 20 % umsatzbesteuert
  • Bei der Kleinunternehmerregelung, kann beim Kauf der Photovoltaikanlage kein Vorsteuerabzug geltend gemacht werden
  • Die Gemeinschaftsanlage kann über 20 Jahre steuerlich abgeschrieben werden
  • Verpachten Sie die PV-Anlage, werden auf die Pachteinnahmen 20 % Umsatzsteuer fällig

Um eine PV-Gemeinschaftsanlage zu betreiben, können die Eigner verschiedene Rechtsformen wählen. Diese sind zum Beispiel eine Wohnungseigentumsgemeinschaft, eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts oder auch ein Verein.

Fazit

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Eine Photovoltaikanlage zu betreiben kann Geld einbringen, die eigene Unabhängigkeit von großen Energieanbietern fördern und in Fragen der Umwelt ein zu Recht gutes Gewissen bescheren.

Österreich, die Bundesländer sowie teilweise Energieanbieter beteiligen sich über Förderungen an den Kosten einer PV-Anlage. Wichtig zu beachten ist, dass die meisten Förderungen nicht doppelt in Anspruch genommen werden dürfen.

Beantragen Sie eine Förderung für eine Photovoltaikanlage, sollten Sie dies in der Regel immer vor der Anschaffung und der Lieferung tun.

Jeder, der mit einer PV-Anlage Geld verdient, muss im Allgemeinen für diesen Umsatz oder Gewinn Steuern bezahlen. Für Privatpersonen, die hierbei meist als Einzel- oder Kleinunternehmer gelten, kann eine Steuerlast sowie gesonderte Sozialversicherungsabgaben aber verhindert werden, solange der Gewinn unter der Geringfügigkeitsgrenze bleibt.  

Die zahlreichen Fragen nach Fördermöglichkeiten sowie der eigenen Steuerlast können durchaus eine Hürde darstellen. Das Salzburg AG Solar.Dach übernimmt im Rahmen eines Auftrags die Klärung Ihrer Förderungen und Ihrer Steueroptionen gerne für Sie.

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Unsere Energieberater sind über alle Möglichkeiten informiert und helfen Ihnen gerne weiter.

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