Partner für neue Technologien und innovative Lösungen

17.10.2018 14.30

Salzburg AG lädt zum zweiten Innovation Summit

Digitalisierung und neue Technologien haben einen massiven Einfluss darauf, wie Menschen in naher Zukunft leben werden. Die Salzburg AG hat schon vor einigen Jahren begonnen, sich mit diesen Themen auseinander zu setzen. Denn als serviceorientiertes Unternehmen ist es entscheidend, heute die Fragen zu stellen, auf die die Kunden morgen Antworten brauchen. „Unser einzigartiges Portfolio aus Energie, Mobilität und Kommunikation eröffnet uns viele Chancen, die wir nutzen müssen. Unsere Kunden erwarten sich im digitalen Zeitalter nicht nur einen reinen Energieversorger, sondern einen Partner, der das gesamte Themenfeld von Erzeugung über Effizienzsteigerung bis hin zu smarten Anwendungen rund um Energiesparen, Sicherheit oder E-Mobilität für sie abdeckt“, betont Leonhard Schitter, Vorstandssprecher der Salzburg AG. Bisher investierte die Salzburg AG rund fünf Millionen Euro in das Innovationsprogramm.

Seit 2016 setzt die Salzburg AG das Innovationsprogramm, das mit fünf Säulen gestartet ist, um: eine neue Produktwelt, neue digitale Touchpoints, einer Innovationsplattform sowie einer eigenen Innovationszone für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der jährlichen Innovation Challenge und dem, 2018 zum zweiten Mal stattfindenden, Innovation Summit. Dieser findet heuer unter dem Motto „Salzburg 2030 – Wie wir in Zukunft leben, arbeiten und uns fortbewegen“ statt. Nach der Eröffnung durch Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer folgt die Keynote des internationalen Zukunftsforschers Lars Thomsen. An der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion im Anschluss nehmen neben den Salzburg AG-Vorständen Leonhard Schitter und Horst Ebner weiters Lars Thomsen, Christine Varga, Expertin für New Living und Arbeitswelt, Sebastian Schlund, Experte für Industrie 4.0 der TU Wien und Hugo Rohner, Vorstand von SKIDATA, teil.

Zum dritten Mal fand 2018 die Innovation Challenge statt, bei der internationale Startups und erstmals auch KMUs aus Wirtschaft, Wissenschaft sowie Technik teilnahmen, mit dem Ziel, Ideen für mögliche zukunftsweisende Produkte für Kundinnen und Kunden zu entwickeln. Im Rahmen der Innovation Challenge wurden bereits spannende, neue Projekte entwickelt, von denen einige bereits in den Unternehmensalltag integriert sind. Auch heuer wurde die besondere Symbiose zwischen internem Know-how und externen Vordenkern erneut genutzt. Unter den Siegern der heurigen Innovation Challenge sind ganz besondere Unternehmen wie „Polycular“, ein Unternehmen das Gaming-Apps zur Wissensvermittlung baut, „Cognify“ entwickelt vollautomatisierte Preisprognosen, „LexaTexer“ verbessern mit dem Einsatz von „predictive analytics“ und „predictive maintenance“ den Betrieb der Wasserkraftwerke. Die Projektgruppe „LEA“ beschäftigt sich gemeinsam mit dem Startup Cognigy mit Chatbot-Lösungen. Das Startup „Wingu“ testet gemeinsam mit der Salzburg AG Marketing-Maßnahmen zur standortgenauen Kommunikation. „SmartLocker“ bieten smarten Stauraum und das Unternehmen „smart-me“ sorgt dafür, dass der aktuelle Stromverbrauch bald direkt am Handy angezeigt werden kann.

Die Salzburg AG setzt auch ein klares Zeichen für Ausbildung der Jugend mit Roboter-Camps, die heuer im Sommer zum ersten Mal stattfanden: In Kooperation mit alphazone hatten Kinder im Alter von acht bis 15 Jahren die Möglichkeit, gemeinsam mit Experten, ihren eigenen Roboter zu bauen. Kinder werden so auf spielerische Art und Weise an Digitalisierung und die dazugehörige Technik herangeführt. Aufgrund des großen Erfolges wird es im kommenden Jahr eine Fortsetzung des Programms geben.

„Unsere Kunden erhalten mit digitalen Diensten einen spürbaren Mehrwert – mehr Service, höhere Qualität oder schnellere Erledigung. Bereits über 2.200 Kunden nutzen beispielsweise die Möglichkeit, per WhatsApp mit dem Kundenservice zu kommunizieren“, so Leonhard Schitter. Besonders genau beobachtet wird derzeit ein Pilotprojekt der Salzburg AG in Köstendorf, wo eine private Blockchain genutzt wird, um eine Umverteilung von Strom zwischen den einzelnen Mietern möglich zu machen. „Die Offenheit für Neues ist ein grundlegendes Markenversprechen der Salzburg AG. Dazu gehört auch, Dinge zu testen und zu probieren, um unseren Kunden einen noch besseren Mehrwert zu bieten“, so Leonhard Schitter.

Ein sichtbarer Bestandteil des Innovationsprogramms ist die Ende April eröffnete „Innovationszone“, eine 350m2 große Fläche, die den rund 2.000 Mitarbeitern der Salzburg AG für Arbeit, Begegnung und Kommunikation dient. Diese wird gut angenommen.

Doch bei all der Innovation ist die Salzburg AG auch ein starker und verlässlicher Partner des Landes und der Gemeinden in Salzburg. Bis zum Jahr 2030 wird der Vollausbau des Breitbands im Land Salzburg mit einer Kapazität von 1 GB/Sek umgesetzt. Dafür investiert die Salzburg AG eine Viertelmilliarde Euro bis zum Jahr 2030.

„Wir verfolgen im Land Salzburg strategisch wichtige Mobilitäts- und Infrastrukturprojekte, die für nachfolgende Generationen einen bedeutenden Mehrwert generieren. Wir sehen dies als wichtige und absolut notwendige Investition in die Zukunft. Daher haben wir als Land Salzburg mit der Salzburg AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um auch in Zukunft die Nummer 1 bei der Breitbandversorgung in Österreich zu sein. Mehr Bandbreite beim Internetzugang sowie eine schnelle und stabile Internetverbindung sind entscheidend, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Darüber hinaus investieren wir gezielt in Maßnahmen, welche neue digitale Technologien forcieren, denn Digitalisierung ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Mit der Förderaktion „Salzburg.Digital“ möchten wir Betriebe ermutigen, sich stärker mit Innovationsthemen zu beschäftigen. Wir unterstützen sie bei der Planung und Umsetzung und tragen so zur Weiterentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen bei“, so Landeshauptmann Haslauer.

E-Mobilität mit erneuerbarem Strom leistet einen entscheidenden Beitrag zur Steigerung der Gesamteffizienz, gerade daher legt die Salzburg AG einen großen Wert auf den Ausbau dieser. Mit den über 90 Ladestationen, davon 8 Schnelllader, bietet die Salzburg AG die Grundlage für eine flächendeckende Versorgung und damit auch für den weiteren Ausbau der E-Mobilität. Das Netz an E-Ladestationen für Private, Betriebe und Gemeinden wird laufend erweitert. „E-Mobilität ist die beste Chance, eine Revolution der Effizienz im Verkehr zu erreichen. Rund 34,6 Prozent des energetischen Endverbrauchs entfallen auf den Verkehr, ein Umstieg auf E-Mobilität im Individualverkehr könnte die Energieintensität um rund 80 Prozent senken“, so Leonhard Schitter.

„Unser Ziel ist es, ein digitalisiertes Technologieunternehmen der Zukunft zu werden und dafür befinden wir uns mit unseren derzeitigen Strategien und Maßnahmen nach unserer Überzeugung auf dem richtigen Weg. Wir sichern unser Kerngeschäft ab und entwickeln es weiter mit neuen digitalen Services und Produkten“, so Leonhard Schitter. Um einen neuen Blickwinkel zu bekommen, hat die Salzburg AG zum heutigen Innovation Summit Zukunftsforscher Lars Thomsen eingeladen, der Firmen, Konzerne und Institutionen zum Thema Zukunftsstrategien und Geschäftsmodelle der Zukunft berät.

„In den letzten 200 Jahren haben einige Durchbruchsinnovationen unsere Gesellschaft, unsere Mobilität und das Leben von Menschen stark verändert. Die meisten dieser Entwicklungen begannen zunächst recht klein und langsam, und entwickelten an einem gewissen Punkt eine ungeheuere Dynamik. Wir nennen diesen Punkt einen Tipping Point. Es ist fast so, wie mit Popcorn: Es dauert eine Zeit, bis die ersten Maiskörner in heißem Öl platzen, aber ab dann geht es rasant“, so Lars Thomsen.

Unter anderem im Bereich Mobilität sieht Lars Thomsen durch das autonome Fahren zahlreiche Veränderungen auf die Gesellschaft zukommen. „Man wird von einem Fahrzeug zu Hause abgeholt und lässt sich zum Ziel fahren. Dort angekommen braucht man nur noch auszusteigen. Das Fahrzeug kümmert sich um alles: Abholen, Fahren, Aufladen, Innen- und Außenreinigung, Parken. Individuelle Mobilität wird – vor allem in den großen Städten – so unkompliziert wie heute das Musik-Hören über einen Streaming-Dienst auf Smartphone“, sagt Lars Thomsen.

Die Art und Weise, wie die meisten Menschen heute arbeiten, hat sich bereits stark mit dem Aufkommen von mobilem Internet, Robotik und Künstlicher Intelligenz verändert und sie wird sich weiterhin in beschleunigtem Tempo ändern. „Auch im Alltag wird künstliche Intelligenz es ermöglichen schon bald autonom zu fliegen, Lebensmittel automatisiert zu erzeugen oder komplexe Probleme zu lösen. Künstliche Intelligenz verändert das Spiel völlig“, meint Thomsen, der dabei auch eine Cambridge-Studie zitiert, die darauf hindeutet, dass in den nächsten 17 Jahren 30 bis 50 Prozent der heutigen Arbeit von Menschen durch künstliche Intelligenz ersetzt werden wird. „Für Unternehmen, die Gesellschaft und jeden Einzelnen bedeutet das eine massive Veränderung. Jene, die gut vorbereitet sind und sich frühzeitig mit dem Thema Digitalisierung und neue Technologien auseinandergesetzt haben, haben einen klaren Startvorteil“, so Thomsen.