Maßnahmenpaket für den Obus

15.10.2018 15.00

Die Salzburg AG hat rasch auf die Probleme im Verkehrsbereich reagiert und in weniger als einer Woche ein umfassendes Maßnahmenpaket erarbeitet, um die akute Situation bei Obuslenkern und Flotte so schnell als möglich  zu lösen. „Unsere Obuslenkerinnen und Obuslenker leisten tagtäglich einen unglaublichen Job. Es hat für uns oberste Priorität die angespannte Situation rasch zu entschärfen“, sagt Leonhard Schitter; Vorstandssprecher der Salzburg AG.

Das Maßnahmenpaket besteht aus drei Schwerpunkten: Reparaturen/Technik, Investitionen und Personal inklusive Sofortmaßnahmen für eine Verbesserung der aktuellen Situation beim Obus. Dieses Maßnahmenpaket wurde auch an den AR-Vorsitzenden Wilfried Haslauer übermittelt: „Ich begrüße das rasche Handeln des Unternehmens und bin zuversichtlich, dass die Maßnahmen greifen und bei den Kundinnen und Kunden ankommen. Die Salzburg AG ist unverzichtbar für einen starken Öffentlichen Verkehr in Salzburg“, sagt AR-Vorsitzender Wilfried Haslauer.

Um rasches Handeln zu ermöglichen und Handlungsfähigkeit zu zeigen, wurde am 8. Oktober 2018 im Vorstand ein Ressortwechsel vollzogen. Danach wurde im Management unter der Leitung von Vorstandssprecher Leonhard Schitter eine Task Force #vorwärtsverkehr eingerichtet. „Unser Ziel ist, es bis Mitte Dezember 2018 wieder 100 Obusse einsatzbereit zu haben“, sagt Leonhard Schitter, Vorstandssprecher der Salzburg AG. Dafür wurden in der letzten Woche die Reparaturkapazitäten in den Salzburg AG eigenen Werkstätten Hagenau und Alpenstraße gebündelt, sowie in kürzester Zeit ausreichend Partnerwerkstätten an Bord geholt.

„Wir arbeiten jetzt auf 6 Reparaturlinien und konnten damit die Kapazitäten für Reparaturarbeiten um ein Vielfaches erhöhen,  sodass bis Mitte Dezember jedenfalls wieder 100 Obusse einsatzbereit und eine ausreichende Zahl an Reservebussen vorhanden sein soll “, so Schitter. Derzeit werden 93 Fahrzeuge zu Spitzenzeiten auf den Linien eingesetzt. Der Linienbetrieb wird mit einem „Pool“ von 250 Obuslenkern betrieben. Unmittelbar wurden die Planstellen auf 280 Obuslenker aufgestockt und mit einer Recruitingoffensive nimmt das Unternehmen bis zu 30 neue Obuslenkerinnen und Obuslenker in den Fahrbetrieb auf. Bis Ende des Jahres sind dafür schon jetzt sieben Lenkerinnen und Lenker für den aktiven Fahrbetrieb fixiert und weitere zumindest 10 neue Kolleginnen und Kollegen im Ausbildungsprogramm der Salzburg AG geplant.

Das Maßnahmenpaket sieht auch ein neues Investitionspaket für 15 neue Gelenk-Obusse schon im Jahr 2019 vor.  Die Vorbereitungen für die Bestellung laufen. Zudem plant das Unternehmen weitere 35 neue Gelenk-Obusse im Zeitraum zwischen 2021 und 2027. Zusätzlich arbeitet die Salzburg AG an der nachhaltigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Obuslenkerinnen und Obuslenker, in dem unter anderem die Dienstplan- und Turnusgestaltung angepasst oder etwa die Umläufe der Linien erhöht werden.

Es wurden auch zwei Prüfungsgesellschaften beauftragt, die die Rechtskonformität allgemein und die Rechtskonformität des sicherheitstechnischen Betriebs der Obusse und der Salzburger Lokalbahn der Salzburg AG prüfen. „Wir haben rasch reagiert und wollen für die Zukunft Verbesserungen schaffen. Daher wurden die externen Prüfer auch mit einer Einschätzung des technologischen Zustands der Betriebsmittel in Bezug auf Modernisierungserfordernisse und Zukunftsfitness beauftragt“, sagt Schitter. Aufbauend auf diesen Ergebnissen werden wir gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen den Mobilitätsbereich in der Salzburg AG weiterentwickeln und das natürlich in Anlehnung an die politische Neukonzeption des ÖPNV im Salzburger Zentralraum“, so Schitter abschließend.