#vorwärtsverkehr: Verbesserte Arbeitsbedingungen für Obuslenkerinnen und Obuslenker mit Betriebsrat Verkehr beschlossen

21.11.2018 12.20

Optimierte Umlaufgestaltung und verbesserte Dienst-, Turnus- und Urlaubspläne für Obuslenker

Die Salzburg AG hat auf die Herausforderungen im Busbetrieb in der Stadt Salzburg rasch mit einem Verantwortlichkeitswechsel reagiert und in Folge eine bereichsübergreifende Task Force eingerichtet, um mit konkreten Sofortmaßnahmen Reparaturzyklen und Facharbeitermangel bei Obuslenkern zu beschleunigen bzw. zu entschärfen. Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zur Entspannung der Personalsituation im Bereich Verkehr wurden jetzt die Änderungen bei Dienst- und Turnuspläne, sowie eine verbesserte Umlaufgestaltung mit dem Betriebsrat beschlossen.

Die optimierte Umlaufgestaltung der einzelnen Linien steigert die Erholungsphasen der Obuslenkerinnen und Lenker während der Dienstzeit. Durch den Einsatz von zusätzlichen Obussen erhöht sich die Wendezeit und so sind längere Pausen während des Dienstes möglich.

„Auch die Turnusplanung wurde in Kooperation mit dem Betriebsrat überarbeitet“, erklärt Leonhard Schitter, Vorstandssprecher der Salzburg AG die neue Dienstplangestaltung und fügt hinzu, „Grundsätzlich wird der Turnus zukünftig nach dem Schema 4-2-4-1 gestaltet. Auf vier Tage Arbeit folgen zwei Ruhetage und wieder vier Tage Dienst. Im Anschluss hat man mindestens einen Tag frei. Zusätzlich werden Verfügungsdienste und Reservepersonal für etwaige Ausfälle eingeplant.“

Dieses neue Paket erhöht die Planbarkeit und Regelmäßigkeit der arbeitsfreien Tage. Die optimierte Urlaubsplanung ist familien- und freizeitfreundlicher. Frank Conrads, Salzburg AG Zentralbetriebsrat der Sparte Verkehr war an den verbesserten Arbeitsbedingungen für Obuslenkerinnen und Lenker beteiligt und meint: „Die optimierte Umlaufgestaltung sowie das neue Turnusschema und die geregelte Urlaubsplanung tragen wesentlich zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen unserer Obusfahrer bei. In Abstimmung mit unserer Personalabteilung ist es uns gelungen ein Paket zu schnüren, das familien- und freizeitfreundlich ist. Die Dienstgestaltung ist somit planbarer und gewinnt an Regelmäßigkeit.“

„Wir werden zusammen im Frühjahr 2019 diese Maßnahmen evaluieren. Weitere Verbesserungen, zum Beispiel für das Fahrplanjahr 2020, können dann erfolgen“, sind sich Leonhard Schitter und Frank Conrads einig.

Für jene Obuslenker, die bereits „alleinfahrfähig“ sind, das heißt diese haben alle Prüfungen extern und intern erfolgreich abgelegt, gibt es zukünftig eine Erhöhung der monetären Funktionszulage. Darüber hinaus soll jeder alleinfahrfähige Busfahrer pro Dienstantritt eine „Erschwernisprämie“ pro tatsächlich geleistetem Dienst erhalten.

Die Sofortmaßnahmen der Task-Force #vorwärtsverkehr zeigen nicht nur im Personalbereich Wirkung. Bis Mitte Dezember sind wieder 100 Obusse einsatzbereit und auch eine ausreichende Anzahl an Reservebussen steht bis dahin zur Verfügung. Die Reparatur der Obusse findet deshalb auf bis zu neun Reparaturlinien statt. Alle Wartungsarbeiten, die im Jahr 2019 planmäßig anfallen, werden vorgezogen. So ist es der Salzburg AG möglich den natürlich rollierenden Reparaturprozess auf ein halbes Jahr zu verkürzen.

Mit dem Kauf von 15 neuen Obussen im Jahr 2019 wird das Investitionspaket zur Erneuerung der Flotte weiter durchgezogen. In der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 9.November 2018 wurde dem Antrag auf Zustimmung zur Auftragsvergabe für die Anschaffung von 15 neuen Gelenks-Obussen stattgegeben. Der Vergabeprozess für die neuen Busse ist im Laufen.