Vom Krokus zum Kees

Über den tosenden Krimmler Wasserfällen zieht sich das Achental bis zum zerklüfteten Hanggletscher des Krimmler Kees, an dem die Ache entspringt. Zur Krokusblüte im Frühling ist das ein doppelt berauschendes Erlebnis. 

Die Krimmler Wasserfälle sind mit Ihren 380 Metern Höhe die Höchsten in Europa. Seit 1967 wurden sie mit dem "Europäischen Naturschutzdiplom" ausgezeichnet als eines von nur 68 Gebieten am Kontinent. Aber auch das Achental, welches oberhalb der Wasserfälle liegt, sollte man mal gesehen haben.

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Wandertipp

Wenn man eine Wanderung am Wasserfall in Krimml starten möchte, dann sollte man sich zuerst Zeit nehmen für die unterste Achenfallstufe. Am Kürsingerplatz prasselt das Wasser der Krimmler Ache über die letzte Fallstufe auf den Fels. Kaum sonst irgendwo ist die Kraft des Wassers und der Sprühregen so intensiv spürbar wie dort. 
Durch den heftigen Aufprall werden Wassermoleküle ionisch (negativ) aufgeladen, welche vor allem für Allergiker und Asthmatiker eine befreiende Wirkung der Atemwege erzielen. 
Von Hohe Tauern Health und der Paracelsus medizinischen Privatuniversität Salzburg wird sogar schon eine Wasserfalltherapie angeboten, welche auch bereits von einigen Krankenkassen genehmigt wird. 

Wenn man noch hinauf zum Krimmler Achental wandern möchte, dann führt vom Gasthof Hanke ein Aussichtsweg über Serpentinen mit einigen Aussichtskanzeln links neben den Wasserfällen hinauf. Auf der Höhe des Gasthofs Schönangerl wird der Weg flacher. 
Danach folgt die oberste Wasserfallstufe mit traumhaften Ausblick auf den Sturzbach. Noch ein Stück bergauf liegt die Schettbrücke. Bis dort hin sollte man eine Gehzeit von ca. 1,5 Stunden einplanen. 

Oben im Krimmler Achtental angekommen wird schon seit dem Mittelalter Almwirtschaft betrieben. Im Sommer weiden hier Kühe, Pferde, Schafe und Ziegen. Viele Almen und Gasthöfe laden zum Rastmachen und Einkehren ein. 
Weiter hinten im Tal liegt das Krimmler Tauernhaus mit der ältesten Gaststube des Oberpinzgaus. Das Haus besteht schon seit über 600 Jahren. 
Am 29. Juni gedenkt man im Rahmen eines Friedensmarsches der vielen jüdischen Emigranten die 1947 vor allem in Osteuropa ihre Heimat verloren haben. Diese wanderten über den Krimmler Tauern nach Italien bis hin nach Palästina. 
Weiter hinten im Talschluss nähe der Warnsdorfer Hütte wird der Blick frei auf den Hanggletscher des Krimmler Kees an dem die Ache entspringt. 
Auf alle Fälle eine Wanderung wert. 
 

Anreise

Auto: 
knapp vor den Wasserfällen steht ein kostenpflichtiger Parkplatz zur Verfügung. 

Tauernradweg: 
Von Passau bis nach Krimml (270 km) 
tauernradweg.at

Pinzgauer Lokalbahn: 
ab Zell am See bis nach Krimml (Radtransport möglich, Reservierung erforderlich) 
pinzgauerlokalbahn.at

Nationalparktaxi: 
vom/zum Krimmler Tauernhaus (Reservierung notwendig) 
krimmler-tauernhaus.at

Weg: 
Wasserfallweg Nr. 40 vom Fuß des Wasserfalls bis zur Schettkanzel (2,8 km, 555 Höhenmeter, ca. 1,5 Stunden) - bis zum Krimmler Tauernhaus (insgesamt 10,35 km, 3,5 Stunden)