Strom kommt ins Spiel

Bei Sonne lochen die Golfer auf den 27 Holes des GC Römergolf ein. Und auch Betreiber Johann Holzleitner holt sich die Energie für die elektrischen Arbeitsgeräte und Golfcarts von der Sonne.

Frühmorgens sind die Mäh- und Pflegemaschinen auf den 27 Fairways im Einsatz. Untertags laden sie ihre Akkus auf, so wie die Golfcarts, die nach einer Runde beim Clubhaus abgestellt werden. „Unser Betrieb läuft noch besser, wenn die Sonne scheint“, sagt Johann Holzleitner vom 2004 gegründeten Golfclub Römergolf. „Das ist auch die Zeit, zu der wir am meisten Energie verbrauchen. Das heißt, eine eigene Photovoltaikanlage ist ideal für uns. Wenn schon immer die Rede von CO2-Einsparungen ist, wollten wir ein Vorreiter unter den Golfplätzen sein und eine eigene PV-Anlage haben.“

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10.300 kWh

Den vom umwelt service salzburg (uss) geförderten PV-Check, der Voraussetzung für eine betriebliche Landesförderung ist, ließ Johann Holzleitner von Salzburg AG Energieberater Alfred Mandl machen. „Das war naheliegend, nachdem wir von der Salzburg AG auch Strom, Gas und Internet beziehen und mit der Beratung immer zufrieden waren.“ Seit einem Jahr läuft die PV-Anlage mit 10,4 Kilowatt Peak und erzeugt jährlich etwa 10.300 Kilowattstunden Strom.
Die wollen nun bestmöglich genutzt werden. Wo machbar, wird Johann Holzleitner in Zukunft noch mehr elektrisch betriebene Arbeitsgeräte für den Golfplatz anschaffen. Auch Ladestationen für E-Bikes und E-Autos soll es in Zukunft geben. Das Clubhaus ist ein idealer Rastpunkt auf der Strecke zwischen Thalgau und Eugendorf, an dem auch Radler ihre Batterien wieder aufladen könnten.

Das Land Salzburg fördert betriebliche PV-Anlagen bis 500 Kilowatt Peak. Vorab muss allerdings ein Fachmann erheben, ob die technischen und baulichen Voraussetzungen dafür gegeben sind. Die Hälfte der Beratungskosten wird dabei vom uss getragen: wird tatsächlich gebaut, fallen sie zu 100 Prozent weg. Die Energieberatung wird von der Salzburg AG durchgeführt.

PV-CHECK FÜR BETRIEBE

PV-Check: Prüfung der technischen und baulichen Möglichkeiten (verpflichtend für Landesförderung).

Energie-Benchmarking: Direktvergleich der Verbrauchsdaten für Wasser, Wärme und Strom mit anderen Unternehmen.

Energieeffizienz-Basisberatung: Feststellung von weiteren Einsparpotenzialen im Betrieb.

Beratungskosten: bis zu 10 Stunden ca. 800 Euro. 50 Prozent gefördert durch umwelt service salzburg (uss). Die restlichen 50 Prozent deckt der Salzburger Wachstumsfonds, sobald die Anlage gebaut wird (maximal 400 Euro).

salzburg-ag.at/photovoltaik