Navigation überspringen

Sonnenkraft für die Muckis

Fitnessstudio Injoy holt sich Energie vom Dach.

Photovoltaik hat beim Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung in Österreich das größte Potential. Immer mehr Betriebe versorgen sich mit Sonnenenergie vom eigenen Dach. Auch das Fitnessstudio Injoy in Saalfelden.

„Wir wollten unbedingt einen Beitrag für die Umwelt leisten. Unser Haus ist gegen Südwesten ausgerichtet, die Sonne scheint und diese Energie gehört genutzt.“ So wie Klaus Kühr denken immer mehr Unternehmer und schaffen sich eine Photovoltaikanlage an. Er und seine Schwester Karin betreiben das Fitnessstudio Injoy in Saalfelden. 

topicheader

 

Fitnessgurus

 

Familie Kühr könnte man als die Fitnessgurus von Saalfelden bezeichnen. Schon Vater Hans hatte zu Arnold Schwarzeneggers „Blütezeit“ ein Studio im Ort. Karin Kühr: „Wenn wir als Kinder mit unserem Papa am Ritzensee laufen gingen, dachten wir immer: Es wäre doch schön, hier einmal ein Fitnessstudio zu haben“. 2002 war es dann tatsächlich so weit. Seither strampeln sich die Gäste mit freiem Blick auf den malerischen Ritzensee ab – und können danach auch gleich ins Wasser eintauchen. Das Strandbad liegt vor dem Haus. 


ENERGIEFIT

 

Inwiefern profitieren Fitnessstudios von Photovoltaik? Energieberater Hermann Grießner: „Die Studios werden technisch ausgereifter und haben immer noch mehr mit Strom betriebene Geräte. Photovoltaik ist hier passend, weil zu Tageszeiten mit hohem Energieverbrauch die Sonne viel Energie liefert.“ Klaus Kühr bestätigt das: „Mit unserer 20-Kilowatt-peak-Anlage auf dem Dach schaffen wir eine Eigenverbrauchsquote von 70 Prozent. Wenn ich auf mein Handy schau, sehe ich, dass wir bereits 5.000 Kilogramm CO2 eingespart haben. Da geht mir das Herz auf.“

MIT PV ZUM ZIEL

Photovoltaik ist eine zentrale Säule der Energieerzeugung, um die nationalen Klima- und Energieziele zu erreichen. Hermann Grießner sieht bei Salzburger Unternehmen seit einigen Jahren ein wachsendes Bewusstsein und auch die Motivation, etwas zu tun: „Im Bundesland Salzburg werden pro Jahr 500 bis 800 Unternehmen in Energiefragen vor Ort beraten, allen voran Tourismus, Gewerbe und Industrie. Ob sich die Coronakrise im laufenden Jahr als Investitionsbremse auswirken wird, ist noch nicht abschätzbar, aber den grundsätzlichen Trend in Richtung Energieeffizienz wird das nicht ändern.“

PV-Check für Betriebe

Der PV-Check erhebt die Idealgröße der Photovoltaikanlage und den Anteil am Gesamtstromverbrauch.

Die Energieeffizienz-Basisberatung stellt den Energieverbrauch und die Einsparmöglichkeiten fest.

Die Beratungskosten werden zu 50 Prozent vom umwelt service salzburg gefördert. Wird die Anlage gebaut, trägt der Salzburger Wachstumsfonds die restlichen 50 Prozent für den PV-Check oder maximal 425 Euro.