SCHULE IM SPARMODUS

Die Landwirtschaftliche Fachschule Tamsweg trägt seit 2016 das Österreichische Umweltzeichen. 2017 wurde eine neue Photovoltaikanlage installiert und eine E-Tankstelle in Betrieb genommen.

Mit Energie sinnvoll umgehen – täglich und praxisnah im Schulalltag. Dort, wo auch viele andere Dinge fürs Leben gelernt werden. Das ist das Ziel der Schulprojekte, welche die Salzburg AG für die vierten Klassen der Volksschulen und für Oberstufenklassen im ganzen Land Salzburg anbietet.

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VORZEIGESCHULE

Die Landwirtschaftliche Fachschule Tamsweg setzt einen Ausbildungsschwerpunkt in den Bereichen Holz, Metall und Forstwirtschaft. Sie gilt als Vorzeigeschule für Energieeffizienz und Ökologie und trägt seit 2016 das Österreichische Umweltzeichen. Mathias Gappmaier ist Lehrer für Pflanzenbau, Obstverarbeitung, Bienenkunde und Deutsch. Seit Jahren setzt er sich mit Schülern und Lehrerkollegen für Energieeffizienz im Schulalltag ein.

In allen Duschen und Wasserhähnen wurden deshalb Durchflussregler eingebaut. Die Kosten von 600 Euro amortisierten sich innerhalb eines halben Schuljahres durch den gesenkten Wasserverbrauch. Mit Lebensmitteln wird in der Schulküche sehr sorgsam umgegangen. Am Speiseplan finden sich viele Produkte aus der schuleigenen Bio-Landwirtschaft. Das Ziel von 60 Prozent biologischen Lebensmitteln ist in erreichbare Nähe gerückt. Es gibt Schülerprojekte, um regionale und saisonale Lebensmittel zu fördern sowie Küchenabfälle zu vermeiden. Der Restmüllanteil konnte im Schulgebäude durch akribisches Trennen auf ein Zwölftel gesenkt werden. Dazu setzt man auch zu 100 Prozent auf Recyclingpapier und umweltneutrale Reinigungsmittel.

Im Rahmen der "Lebensadern" möchte die Schule zusätzlich den Energiehaushalt im Schulgebäude und in der angeschlossenen Landwirtschaft verbessern. Dazu gab es diverse Workshops mit Energieberatern, in denen ein Energieleitfaden für Schüler und Bedienstete der gesamten Schule erarbeitet wurde. Heute fordern in allen Schulgebäuden Hinweisschilder zum effizienten Lüften, Wassersparen und Lichtabdrehen auf. Dazu kamen zuletzt eine PV-Anlage am Dach und eine E-Ladestation. Als Nächstes könnte ein E-Auto für den Schulwart folgen. Auch Lehrerkollegen tragen sich mit diesem Gedanken. Mathias Gappmaier ist bis dato noch mit seinem E-Bike zufrieden.

Fakten

Das Schulprojekt der Salzburg AG für Oberstufenklassen gibt es seit 2011. Schüler erarbeiten gemeinsam mit Lehrern und Energieberatern realisierbare Effizienzprojekte in den Bereichen Energie, Mobilität, Kommunikation und Trinkwasser.