RICHTIG LÜFTEN VERHINDERT SCHIMMEL

Im Frühling und im Herbst steigt die Gefahr von Schimmel im Wohnraum. Zu dieser Zeit ist der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen relativ gering und der Luftaustausch geht langsamer vor sich als im Winter.

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10 Liter Wasser pro Tag

Rund zehn Liter Wasser produziert ein Vierpersonenhaushalt pro Tag, allein durch atmen, kochen, Wäsche trocknen, baden und duschen. Auch Haustiere und Pflanzen geben Feuchtigkeit an die Räume ab. Setzt sich diese Feuchtigkeit im Raum ab, findet Schimmel einen perfekten Nährboden vor.

Wer in der kalten Jahreszeit täglich mehrmals drei bis fünf Minuten lüftet, tauscht die verbrauchte und feuchte Innenraumluft effizient durch kalte und trockene Luft von außen aus. Drehen Sie dazu die Heizkörper ab und öffnen Sie die Fenster vollständig. Kippposition reicht für einen kompletten Luftaustausch nicht aus und verbraucht unnötig viel Energie.

Besonders konsequent lüften sollte man Küche und Badezimmer. Durch kochen, bügeln, baden oder duschen entsteht hier besonders viel Feuchtigkeit, die regelmäßig nach draußen befördert werden sollte. Wichtig ist nur, dass die Oberflächentemperatur der Außenwände beim Lüften nicht unter 15 Grad Celsius absinkt.

Eine Raumtemperatur von 18 bis 20 Grad Celsius ist im Schlafraum optimal. Wohnbereich und Küche temperiert man idealerweise mit 20 Grad Celsius, das Badezimmer mit 21 Grad Celsius. Die Zimmertemperatur hat einen entscheidenden Einfluss darauf, ob Schimmelpilze einen guten Nährboden vorfinden. Bereits ab zehn Grad Celsius beginnen Schimmelpilze zu wachsen, bei 30 Grad Celsius haben sie ihren idealen Lebensraum.

Um Schimmelbildung zu vermeiden, sollten Außenwände nicht mit Schränken, Möbelstücken oder Bildern verstellt werden. Ein Abstand zur Mauer von fünf bis zehn Zentimetern lässt der Luft ausreichend Raum zum Zirkulieren.

FEUCHTIGKEIT MESSEN

Die Luftfeuchte in Innenräumen lässt sich ganz einfach mit einem Hygrometer kontrollieren. Experten empfehlen 40 bis 60 Prozent Feuchtigkeit im Raum. Ab 60 Prozent Luftfeuchtigkeit kann sich Schimmel bilden. Zu trockene Luft reizt die Atemwege. Beides wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus.

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