PLANUNGS- CHECK FÜR HÄUSLBAUER

Vor dem Spatenstich lohnt es sich, das Bauvorhaben in puncto Energieeffizienz überprüfen zu lassen. Wer in dieser Phase einige Dinge berücksichtigt, kann sich später über einen niedrigen Energieverbrauch freuen.

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Planung und Ausrichtung

Ob ein Haus später einmal „ressourcenschonend" ist, hängt bereits von der Auswahl des Grundstücks ab. Wie liegt es in Hinblick auf Sonneneinstrahlung, Wind und Wetter? Ist der Bauplatz erschlossen in Bezug auf Strom, Wasser, Kanal und eventuell geplante Heizformen wie Fernwärme oder Gas? Und wie ist die Entfernung zu Arbeitsplätzen, Schulen, Geschäften und Haltestellen des öffentlichen Verkehrs?

Wohnräume sollten nach Süden ausgerichtet sein und große Fenster besitzen, Abstellräume, Bad und WC gegen Norden. Energetisch optimal ist eine eher kastenförmige Hausform ohne vorspringende Gebäudeteile wie Erker. Idealerweise steht das Haus außerdem so, dass die Sonne im Winter mitheizen kann und im Sommer ausreichend Beschattung vorhanden ist – etwa durch Balkone, Vordächer oder Laubbäume auf der Südseite.

Die Wahl von Baustoffen, Putzen und Dämmung ist entscheidend für die Energiebilanz und den Wohnkomfort. Bei der Dämmung hat man die Wahl zwischen hochwärmedämmenden Ziegeln und Dämmplatten, die auf den normalen Ziegel aufgebracht werden. Bei letzteren setzen sich neben Polystyrol und Mineralwolle zunehmend auch ökologische Materialien wie Hanf, Kork, Schilf, Flachs, Schafwolle oder Holzfaser durch.

Ein perfektes Heizsystem für alle Wohnsituationen gibt es nicht. Ein Fachmann kann aber die Effizienz, den Komfort und die Umweltaspekte der einzelnen Systeme für die jeweilige Wohnsituation abklären. Beliebt ist die Warmwasserbereitung mit Solarenergie im Sommer. Dafür eignen sich die südlich ausgerichteten Dachflächen gut. Wenn außerdem Strom produziert werden soll, müssen am Dach auch Photovoltaikpaneele Platz finden.

Energieausweis und Förderungen

Ein Energieausweis bewertet die energetische Effizienz eines Gebäudes. Er ist verpflichtend für alle Neubauten – und für alle Förderungen, die man beziehen möchte. Je nach dem berechneten Heizwärmebedarf fällt ein Neubau in die Kategorie A++ oder A+ (Passivhaus), A (Niedrigstenergiehaus) oder den Neubaustandard B (Niedrigenergiehaus).