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Natürlich gekocht


Mit "Natürlich gekocht" starten wir eine Serie an Kochsendungen mit Markus Lorbeck. Der Profi-Koch wird dabei jedes mal mit einer neuen Koch-Challenge herausgefordert. 

Im Jänner beschäftigen wir uns mit zuckerreduziertem Kochen und können uns auf ein wärmendes und energiegeladenes Menü freuen.

Die Challenge in diesem Monat ist es, alles was im Jänner nicht in der Natur wächst, sich in die eigene Küche zu holen und selber zu ziehen, also Keimlinge bzw. Sprossen. Diese kleinen Kraftpakete sollen dann in ein Gericht eingebaut werden. Zusätzlich sollen auch noch Wacholderbeeren, Nelkenwurzpulver und Rote Rüben mit in ein leckeres 3-Gänge-Menü verpackt werden.

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Erster Gang

Die Keimlinge bzw. Sprossen und die Roten Rüben werden in die Vorspeise des Menüs eingebaut. Ein rotes Rüben-Carpaccio mit Vogerlsalat, Zitrusöl-Himbeerdressing und Sprossen.

Sprossen sind richtige Kraftpakete. In jedem Samenkorn ist ein Keimling enthalten, der wiederum die Erbanlage für Wurzeln, Stängel und Blätter in sich trägt. Sobald man einen Keimling im Wasser quellen lässt, erweckt dieser zum Leben.

Durch das Quellen lassen im Wasser werden Pflanzenhormone und Enzyme gebildet. Diese wandeln die Speicherstoffe Kohlenhydrate, Eiweiße und Fett in essenzielle Fettsäuren und essenzielle Aminosäuren um. Zusätzlich erhöht sich der Vitamin- sowie der Mineralstoffgehalt. Allem voran Vitamin C, B-Vitamine und Omega 3-Fettsäuren. 

Auch die Roten Rüben sind eine wahre Energiebombe. Durch ihren Wirkstoff Betamin werden Entzündungsprozesse gehemmt, Leberzellen stimuliert und Giftstoffe abtransportiert. Zudem enthalten sie reichlich Eisen, B-Vitamine, Vitamin C, Zink und Selen und helfen dem Körper dabei Sauerstoff aufzunehmen.  

Beim Kochen der Roten Rüben sollte man daruaf achten, sie mit der Schale zu kochen. Dadurch behalten sie später ihre kräftige rote Farbe. Ein zusätzlicher Energiespartipp: Verwenden Sie zum Kochen immer bereits heißes Wasser. Dadurch spart man nicht nur Energie, sondern auch noch Zeit. 

Zweiter Gang

Die Wacholderbeeren unserer Challenge finden sich in der Hauptspeise wieder: Rinderrouladen mit Rahmkraut und Wacholderbeeren-Sauce. 

Das Fleisch der Hauptspeise kommt aus dem Lungau, nämlich von schottischen Hochlandrindern. Die Ruhe und Entspanntheit der Rinder wirkt sich auch auf die Qualität des Fleisches aus. Zusätzlich ist durch das langsame Wachstum der Tiere, das Fleisch sehr fein- und kurzfasrig und hat eine gute Durchfettung. 

Die Wacholderbeeren aus der Challenge werden in die Soße der Rindsrouladen eingebaut. Die Beeren enthalten ätherische Öle, Gerbstoffe und Invertzucker. Sie wirken durchblutend auf die Nieren und regen somit das Harnsystem an. Der Stoffwechsel wird stimuliert und die Verdauung gefördert. Die Wacholderbeere ist ein gesundes, heimisches Gewürz, das Speisen bekömmlicher macht und zusätzlich den Appetit anregt. 

Dritter Gang

Die wohl außergewöhnlichste Zutat der Challenge, das Nelkenwurzelpulver wird in eine Dessertvariation eingebaut. Diese Variation besteht aus einem Maroni-Schokobrownie und Rotweinbirnen.

Der Kuchen bekommt dank der Maroni eine sehr cremige Konsistenz. Maroni sowie Birnen haben im Jänner Saisonauftakt und können deshalb regional gekauft werden. Auf raffinierten Zucker wird verzichtet. Zum Süßen der Nachspeise wird selbst erzeugtes Dattelmus verwendet. 

Das Nelkenwurzpulver wird sowohl in den Brownie miteingebaut als auch in die Rotweinbirnen. Die Nelkenwurzel ist bei uns überall in der Natur zu finden. Ihr Erkennungsmerkmal ist ihr Wurzelinneres, welches lila ist. Die Wurzel duftet nur ganz leicht nach Nelken. Früher diente die Wurzel als Ersatz für Nelken, da diese damals sehr teuer waren. Sie beinhaltet Gerbstoffe, Bitterstoffe und ätherische Öle. Sie wirkt Herzstärkend, Nervenstärkend und wirkt sich positiv auf die Verdauung aus.