MUT ZUM EIGENEN WEG

„Mädchen arbeiten genau und sind sehr flexibel,“ sagt Büsra Köse. Warum sollten sich also nicht mehr Frauen für einen technischen Beruf in der Salzburg AG interessieren?

Als Mädchen spielte Büsra Köse mit ihrem Bruder Fußball und tischlerte mit ihrem Vater Schränke oder Eckbänke aus altem Holz. Während der Schulzeit wurde ihr bald klar, dass sie ein Bürojob nicht glücklich machen würde. Ihr Geld wollte sie mit ihren Händen verdienen, ließ die Handelsakademie hinter sich und bewarb sich für eine technische Lehre bei der Salzburg AG.

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FÜRS LEBEN GELERNT

Die Entscheidung für die Technik statt der Ausbildung zur Bürokauffrau hat Büsra keinen Tag bereut. Drehen, schweißen und bohren: Das ist es, was sie gerne macht. Nebenbei hat sie auch zu schätzen gelernt, was die Salzburg AG im Rahmen einer Lehre bietet: Persönlichkeits- und Rhetorikkurse, Ausflüge oder die Organisation von Lehrlingsfeiern. Auf solche „berufsfernen“ Aktivitäten mussten viele Freunde bei anderen Lehrstellen verzichten. Doch gerade die haben sie selbstbewusster im Berufsalltag gemacht, davon ist Büsra überzeugt.

So wie schon zuvor die Lehre macht ihr auch der jetzige Job im Bereich mechanische Anlagen Spaß. Ihre Tätigkeit ist abwechslungsreich, sie arbeitet eigenverantwortlich und kommt regelmäßig im Außendienst herum. Wenn etwa in einem Kraftwerk eine Revision ansteht, dann ist Büsra die verlässliche Spezialistin, die alle Ersatzteile bis zur kleinsten Dichtung beschafft.

ALS FRAU UNTER MÄNNERN

  • Eckdaten: Büsra Köse, 21 Jahre. Beruf: Maschinenbautechnikerin bei der Salzburg AG.
  • Funktion: Technische Services, Bereich mechanische Anlagen.
  • Das mag sie an ihrem Beruf: Dass er vielseitig ist.
  • Was machen Frauen in technische Berufen gut? Sie arbeiten genau und sind flexibel.
  • Das findet sie schade: Dass Mädchen in technischen Dingen oft nicht selbstbewusst sind und deshalb keinen entsprechenden Beruf ergreifen.