KRAFTWERK FRITZBACH

Das Kraftwerk Fritzbach wurde als Gemeinschaftsprojekt der Salzburg AG und der Österreichischen Bundesforste AG zwischen 2013 und 2015 errichtet und befindet sich seit 2016 im Alleinbesitz der Salzburg AG.

Das Kleinwasserkraftwerk liefert 28 Millionen Kilowattstunden Ökostrom im Jahr und deckt damit den Strombedarf von rund 7.300 Haushalten. Dadurch werden jährlich mehr als 20.000 Tonnen CO2 eingespart. Die Wasserfassung befindet sich am Ortsende von Hüttau. Dort können bis zu 4,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde entnommen werden. 

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Rohrleitung unter der Landesstrasse

Über eine rund 8.700 Meter lange Druckrohrleitung gelangt das Wasser von Hüttau über Bischofshofener Gemeindegebiet bis zur Mündung des Fritzbachs in die Salzach in Pfarrwerfen. Die Leitung wurde großteils unter der bestehenden Landesstraße verlegt, so dass kaum ein Eingriff in den Naturraum nötig war. Dabei wurde Wert darauf gelegt, die nötigen Grabungsarbeiten mit anderen Infrastrukturmaßnahmen zu verbinden. Neben einem verbesserten Hochwasserschutz in Hüttau konnte die unterirdische Verlegung der 30-kV-Leitung und der Niederspannungsleitung, eine schnelle Internetverbindung inkl. Kabelfernsehen sowie die teilweise Verlegung der Landesstraße von den Häusern weg realisiert werden. 

Durch die Errichtung des Krafthauses am Gelände des bestehenden Salzachkraftwerkes Kreuzbergmaut können vorhandene Infrastruktureinrichtungen und technische Anlagen gemeinsam genutzt werden. Die Stromerzeugung erfolgt über eine 6-düsige Peltonturbine mit Synchrongenerator. Das Kraftwerk hat einen Gesamtwirkungsgrad von bis zu 90 Prozent und nutzt so effizient die Kraft des Wassers. Die Investitionen in Höhe von 29 Mio. Euro tragen zur Wertschöpfung in der Region bei. 

Für die ökologische Verträglichkeit sorgt ein striktes Restwassermonitoring, nach dem mindestens 600 Liter Wasser pro Sekunde im Bach verbleiben. 450 Meter pro
Sekunde fließen über die nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen als „Vertical Slot“ ausgeführte Fischwanderhilfe. Der Rest wird dynamisch über die Dotationsklappe der Fischabstiegshilfe ergänzt. 

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