Ich bin ein Kraftwerk

Martin Sippl packt in seiner Freizeit gerne an. Bei der Gartenarbeit kniet er sich so richtig rein, ebenso beim Hausumbau mit seinem Vater. Und auch beim Strom möchte er Selbstversorger sein.

Einmal sind es die riesigen Bäume auf dem Grundstück mitten im Zentrum von Bürmoos, die „fällig“ sind und zu Brennholz gemacht werden. Zurzeit ist es der Komplettumbau des Elternhauses, der Martin Sippl und seine Familie einspannt. Der 34-jährige Bürmooser wird mit seiner Verlobten Lisa Fritz den ersten Stock des Hauses beziehen. Solarzellen am Dach und eine Luftwärmepumpe gibt es schon länger. Seit dem Vorjahr werken Vater und Sohn am Einbau einer Fußbodenheizung, am Vollwärmeschutz und an neuen Fenstern.

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Eigenes Kraftwerk

Die Baustelle war schon eingerichtet. Da kam für Martin und seinen Vater das 250-Dächer-Programm der Salzburg AG gerade zum richtigen Zeitpunkt. Ein Energieberater checkte die Voraussetzungen ab. Die Salzburg AG übernahm die Planung, Errichtung und Finanzierung der Anlage und verrechnet zwölf Jahre lang monatlich 49,90 Euro Miete. Danach geht die PV-Anlage in den Besitz von Familie Sippl über.

Im Mai wurde die PV-Anlage montiert. Seither fließen drei Kilowatt Peak vom „eigenen Kraftwerk“ am Dach ins Netz. Damit können bis zu 3.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr produziert werden. Auch wenn Martin und seine Verlobte tagsüber nicht zu Hause sind: Die pensionierten Eltern haben genügend Gelegenheit, den selbst erzeugten Strom zu verbrauchen. Sollte der Bedarf steigen, etwa wenn die Familie größer wird, kann die Anlage auch auf eigene Rechnung erweitert werden. Einen Stromspeicher haben sich Vater und Sohn zwar überlegt, jedoch vorerst einmal bleiben lassen.

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Vom Dach ins Depot

Aber das Solar.Depot der Salzburg AG könnte die passende Lösung sein. Damit wird selbsterzeugter Solarstrom, der am Tag nicht gebraucht wird, in einem virtuellen Speicher zwischengelagert. Sobald vom Dach mangels Helligkeit kein Strom mehr kommt und im Haus nach und nach die Lichter und TV-Geräte angehen, wird automatisch auf das Depot zugegriffen. 80 Prozent des ins Netz eingespeisten Solarstroms stehen zur Verfügung, das entspricht dem Wirkungsgrad eines realen Stromspeichergeräts. Allerdings ohne die damit verbundenen Anschaffungskosten, sondern für eine überschaubare Jahresgebühr von 21,60 Euro, welche die Salzburg AG für ein Solar.Depot berechnet. Dazu kommen die Netzentgelte und Abgaben für den gelieferten Strom, für die Nutzung der Strominfrastruktur.

Warum engagiert sich der heimische Energieversorger in Sachen privater Stromerzeugung? Die Salzburg AG ist auf der Suche nach Lösungen, wie der in Zukunft steigende Strombedarf mit einfachen Mitteln und aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden kann. Dabei sind unter anderem die privaten Photovoltaikanlagen eine willkommene Ressource. Doch die decken zurzeit erst rund 1,5 Prozent der Salzburger Stromversorgung ab. Die Salzburg AG investiert daher künftig neben Wasserkraft noch stärker in Solarstrom. Das ehrgeizige Ziel: Bis 2030 sollen jedes Jahr 1.000 Salzburger Dächer mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Dazu kann auch das Produkt Solar.Top der Salzburg AG für Bewohner von Mehrparteienhäusern beitragen. Damit der aus Photovoltaik produzierte Strom sinnvoll genutzt werden kann, gibt es nun auch Solar. Depot.

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250 DÄCHER
Bis Ende 2018 errichtet die Salzburg AG 250 PV-Anlagen auf Privathäusern im Bundesland Salzburg. Die Baukosten trägt der Stromlieferant. Der Kunde zahlt zwölf Jahre lang eine monatliche Miete, danach geht die Anlage in seinen Besitz über. Die Aktion für 2018 ist bereits ausgeschöpft, man kann sich jedoch auf eine Warteliste für 2019 setzen lassen. Anmeldung unter photovoltaik@salzburg-ag.at

SOLAR.TOP
Die Salzburg AG übernimmt das Energiemanagement für Photovoltaikanlagen in gemeinschaftlichen Wohnanlagen. Inkl. Beratung, Planung, Vertragsmanagement und laufendem Betrieb, Wartung und Störungsbehebung. salzburg-ag.at/solartop

SOLAR.DEPOT
Die Salzburg AG bietet einen virtuellen Speicher für Strom aus privaten Photovoltaikanlagen, der nicht unmittelbar verbraucht werden kann. 80 Prozent des eingelagerten Stroms können wieder abgerufen werden. Das entspricht dem Wirkungsgrad eines realen Speichers. Das Einsparpotenzial kann bei entsprechend hoher Einspeisung und Nutzung pro Jahr bis zu 50 Euro betragen. salzburg-ag.at/solardepot