GLOBAL DENKEN, LOKAL BAUEN

Mehr Holz, mehr Ziegelbauten, mehr digitale Gesamtlösungen: Das Haus der Zukunft besinnt sich bei den Materialien auf alte Werte, „denkt aber vernetzt“. Ein Plus für Energieeffizienz und Umwelt.

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Tipps für Ihr neues Zuhause

Umdenken durch Energieausweis

Die schriftliche Bewertung der energetischen Effizienz eines Gebäudes ist seit einigen Jahren für alle Neubauten verpflichtend und führt bei den Österreichern langsam zu einem Umdenken. Einerseits hat ein Energieausweis den Vorteil, dass zu erwartende laufende Betriebskosten abschätzbar werden. Andererseits wird damit der Marktwert des Gebäudes offengelegt. Je nach berechnetem Heizwärmebedarf fällt ein Neubau in die Kategorie A++ oder A+ (Passivhaus), A (Niedrigstenergiehaus) oder den Neubaustandard B (Niedrigenergiehaus). Der Energieausweis wird in Zukunft ein immer wichtigeres Argument, wenn etwa ein Haus vermietet oder verkauft werden soll.

Bei den Anschlüssen sparen

Die Kosten für Baugründe liegen in Salzburg deutlich über dem österreichischen Schnitt. Umso mehr wird beim Kauf von Grund und Boden darauf geachtet, wie der Bauplatz erschlossen ist. Sind Strom, Wasser, Kanal oder leitungsgebundene Heizformen wie Fernwärme oder Gas bereits vorhanden? Wenn nicht, kann das beträchtliche Zusatzkosten verursachen.

Der Sonne entgegen

Energieeffizientes Denken setzt sich bei den Häuslbauern immer mehr durch. Das beginnt bereits bei der Ausrichtung der Gebäudeachse, um erneuerbare Energiequellen wie Sonne, Tageslicht und Schatten zu nutzen. Wenn es um eine sinnvolle passive Nutzung von Sonnenenergie geht, sollte die Fensterfläche über 40 Prozent der Wandfläche und die Fensterbreite mehr als 50 Prozent der Raumbreite ausmachen. Im Idealfall liegen die solaren Gewinne des Gebäudes in diesem Fall höher als die Restwärme, welche die Heizung dazu liefern muss. Gleichzeitig sollten Balkone und Vordächer im Sommer die Fenster so beschatten, dass nicht zusätzlich klimatisiert werden muss. Eine solche passive Gebäudekühlung funktioniert weitgehend ohne technische Hilfen und verbraucht auch keine Energie.

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Holz ist gefragt

Holz ist durch die Möglichkeiten der Vorfertigung von Bauteilen im Werk und das geringe Transportgewicht eine echte Alternative zu Beton und Ziegel. Vielen Menschen sind auch die guten ökologischen und baubiologischen Eigenschaften des Materials wichtig. Der nachwachsende Rohstoff hat eine ausgezeichnete Wärmedämmfähigkeit. Aus allen diesen Gründen ist die Holzbauweise erstmals auch im mehrgeschoßigen Wohnungsbau auf dem Vormarsch.

Ökologisch dämmen

Die richtige Wahl ist entscheidend für die Energiebilanz und den Wohnkomfort. Die gängigen EPS- Dämmplatten (expandiertes Polystyrol, bekannt als Styroporplatten) erhalten Konkurrenz von Naturmaterialien wie Hanf, Kork, Schilf, Flachs oder Schafwolle. Derzeit liegen außerdem Holzfaserplatten im Trend. Sie erreichen zwar nicht ganz die Dämmqualität von Polystyrol, haben aber eine Materialdichte, die im Sommer einen effektiven Schutz vor Überhitzung bietet. Immer öfter fällt bei der Außenwand auch die Wahl auf rund 50 Zentimeter starke Dämmziegel, womit die zusätzliche Dämmschicht an den Außenmauern wegfällt.

Die Wärmepumpe ist top

Unter allen Heizformen ist die Wärmepumpe – zumindest was Neubauten angeht – die beliebteste und steht zu Recht auf Platz eins. Platzsparend und sehr günstig im Betrieb, keine Emissionen, keine Beschaffung von Heizmaterial: Diese Argumente wiegen für viele die höheren Anschaffungskosten auf. Außerdem können moderne Wärmepumpensysteme im Bedarfsfall natürlich auch Warmwasser bereiten – und kühlen. In manchen Wohnraumlüftungsgeräten ist eine Wärmepumpe integriert, um beim Lüften die Wärme rückzugewinnen und Energie zu sparen. Wärmepumpen bieten also wesentlich mehr als jedes andere Heizsystem. Aber sie sind nicht in jeder Wohnsituation eine effiziente Lösung, ganz besonders nicht in einem ungedämmten Altbau. Ob eine Wärmepumpe Sinn macht, klärt man deshalb am besten im Vorfeld mit einem Fachmann ab.

Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung

In gut gedämmten Neubauten verursacht das Lüften die größten Wärmeverluste. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist energieeffizienter, sorgt für ausreichend frische Luft im Raum – und wird auch immer öfter bei Neubauten mit eingeplant.

Der Photovolaik-Boom hält an

Selbst Strom zu erzeugen, stellt für viele Menschen ein Stück Unabhängigkeit dar. Auf den Dächern kommt es aus Platzgründen zu einem Verdrängungswettbewerb zwischen PV-Paneelen und thermischen Solarmodulen. Derzeit hat die Photovoltaik die Nase vorne. Energieberater Hermann Grießner führt das darauf zurück, dass man Strom für die Elektrizität wie auch für die Wärmeerzeugung einsetzen kann. Selbst wenn Photovoltaik beim Bau noch kein konkretes Thema ist, werden heute alle notwendigen Verrohrungen mitgeplant, damit eine spätere Montage einfach wird.

Stromverbrauch eindämmen

Die größten Stromverbraucher im Haushalt sind – neben ineffizienten Heizungsumwälzpumpen – Herde, Kühl-/Gefrierkombinationen, Waschmaschinen und immer stärker auch Heimbüros sowie Unterhaltungselektronik. Für die Beleuchtung werden fast 10 Prozent des Stroms benötigt. Der Trend geht eindeutig in Richtung hochwertige, energieeffiziente Geräte – im Idealfall mit A+++ auf dem Energielabel. Bei der Beleuchtung sind die LEDs aufgrund ihrer vielen Einsatzmöglichkeiten bereits Standard – Leuchtstoff- und Energiesparlampen oder Energiefresser wie Halogenleuchten mit Trafo verschwinden mehr und mehr aus den Haushalten.

Automatisieren, Digitalisieren, Vernetzen

Das „Smart Home“ ist in unserem Alltag angekommen – und zieht auch in bereits bestehende Häuser ein. Selbst wer ein Haus aus den 70er-Jahren hat, einen alten Ölkessel im Keller und keine PV-Anlage am Dach, überlegt sich aus verschiedensten Gründen eine „Aufrüstung“ zum Smart Home. Mit Hilfe von Sensoren können am Smartphone nicht nur Raumtemperatur und Stromverbrauch von jedem Punkt auf der Welt kontrolliert werden, sondern auch, ob die Fenster geschlossen oder Einbrecher am Werk sind. „Wohnkomfort und Energieeffizienz stehen auf jeden Fall an erster Stelle“, sagt Energieberater Hermann Grießner von der Salzburg AG.