FRÜHLING FÜR ENERGIESPAR-MEISTER

Wenn sich die Sonne nach dem Winter wieder länger zeigt, starten viele den Frühlingsputz. Die Energieberater der Salzburg AG haben zehn Tipps, wie man dabei gleichzeitig den Energieverbrauch drosseln kann.

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Energiespar- Tipps

Das Tauwetter sorgt für erhöhte Luftfeuchtigkeit, in der Nacht ist es oft noch sehr kalt. Die starken Temperaturwechsel machen es im Frühling notwendig, für Luftaustausch zu sorgen. Am besten lässt sich die warme feuchte Luft aus den Innenräumen in den Morgenstunden hinauslüften, wenn die Temperaturunterschiede zwischen draußen und drinnen noch hoch sind. Dazu die Fenster für ein paar Minuten weit öffnen. Thermostat auf Null drehen, Fenster zehn Minuten aufreißen und nach dem Stoßlüften die Heizung wieder hochdrehen, sonst heizt man die Straße gleich mit.

Fenster kippen bringt nicht den gewünschten Effekt. Dadurch kühlt die Außenwand komplett aus, Feuchtigkeit setzt sich an und Schimmel kann die Folge sein. Wichtig: Thermostatventile an den Heizkörpern verhindern das zu starke Auskühlen oder Überhitzen der Räume. Mit intelligenten Haussteuerungen wie Heimo lassen sich Heizungsthermostate und die Raumtemperatur auch von außerhalb des Hauses regeln.

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Kalk in Wasserhähnen und Küchengeräten vermindert den Wirkungsgrad, kostet Energie und Geld. Verkalkte Heizstäbe etwa brauchen deutlich länger zum Aufheizen des Wassers, dagegen hilft nur regelmäßiges Entkalken. Bei Warmwasserboilern sollte man das allerdings einem Fachmann überlassen.

Schon mit einer ein Zentimeter dicken Eisschicht können Gefrierschrank, Tiefkühltruhe und Kühlschrank nicht mehr effizient arbeiten. Die Kälte konstant zu halten, kostet dann und bis zu 15 Prozent mehr Strom. Wer abtaut, kann ordentlich sparen. Und noch ein Tipp: Alte Kühlgeräte sind echte Energiefresser. Da kann es es sich auszahlen, das Gerät komplett auszutauschen.

Pro Tag verbrauchen wir Österreicher 120 Liter Wasser, davon ist etwa die Hälfte Warmwasser. Für Körperpflege und Hygiene beanspruchen wir den Löwenanteil. Ein Vollbad in der Wanne verbraucht rund 200 Liter Warmwasser. Wer braust, spart massiv Warmwasser ein. Mit einem wassersparenden Duschkopf können es bis zu zwei Drittel sein. Die Toilette zählt zu den größten Kaltwasserverbrauchern. Ein einfacher und preiswerter Wasserstopper in der Spülung hilft beim Sparen.

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Wäschetrockner mögen praktisch sein, doch vom Energieverbrauch können sie mit der guten alten Wäscheleine nicht mithalten. Bis zu 150 Euro jährlich kostet der Strom je nach Gerät, Alter und Nutzung. Im Winter gibt es aus Platzgründen oft keine Alternative zum Trockner. Im Frühling und Sommer hingegen sind der Wäscheständer am Balkon oder die Wäschespinne im Garten die bessere Wahl.

Im Frühling geht es auf in die Natur. Je mehr wir selbst aktiv werden, umso mehr Energie sparen wir im Heim. Kinder, die im Garten spielen, brauchen keine Spielkonsole. Wenn man am Abend die Helligkeit für einen Spaziergang vor dem Schlafengehen nutzt, bleibt der Fernseher kalt.

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Die Straßen sind schnee- und eisfrei, die Temperaturen angenehm warm und es gibt keine Ausrede mehr, auf Kurzstrecken ins Auto zu steigen. Also rechtzeitig einen Frühjahrscheck beim Fahrrad machen und „aufsatteln“. Das ist gut für die Gesundheit, spart CO2 und Geld.

Was spricht dagegen, im Garten oder am Balkon selbst Kräuter, Obst und Gemüse anzupflanzen? Damit leistet man einen wichtigen Beitrag für die eigene Gesundheit und das Klima. Und es schmeckt am besten, wenn man weiß, woher es kommt.

Der Hausputz ist die Gelegenheit, Stromfresser in Haus und Wohnung aufzustöbern und zu beseitigen. Alte stromfressende Glühbirnen und Halogenspots kann man dabei durch moderne LEDs ersetzen oder Geräte im Standbymodus ganz ausschalten. Wo Sie versteckte Energiefresser entdecken, lesen Sie hier.

So unbeliebt Fensterputzen sein mag, so sinnvoll ist es in puncto Energiesparen. Durch saubere Fensterscheiben gelangen nämlich mehr Licht und Wärme in die eigenen vier Wände. Um das Tageslicht optimal zu nutzen, sollten Vorhänge, Markisen und Jalousien immer ganz geöffnet werden. Nur im Sommer darauf Acht geben, dass der Raum nicht überhitzt!