Frau Leitner dreht auf

Unsere Wassermeisterin

Katharina Leitner ist mit ihren Kollegen für die Wasserversorgung in der Stadt Salzburg zuständig. Die Leitung von Großbaustellen gehört zu ihrem Job, aber auch wenn einmal „eine Leitung platzt“.

Dass es etwas mit Technik sein würde, war für die 28-jährige Salzburgerin schon klar, als sie im Privatgymnasium der Ursulinen zur Schule ging. Von der Astronautin bis zur Kfz-Mechanikerin reichten ihre Ideen. Geworden ist es das Studium „Kulturtechnik und Wasserwirtschaft“ an der Universität für Bodenkultur in Wien. Eigentlich ein „Sprung ins Blaue“, weil sie es ganz ohne konkrete Jobidee wählte. Es war die Mischung aus Umwelt und Technik, die Katharina von Anfang an spannend fand.

lebens.linien Katharina Leitner Wassertechnikerin Foto Marco Riebler

IN IHREM ELEMENT

„In Salzburg haben wir ein wahnsinniges Glück mit unserem Wasser. Es muss zu 90% überhaupt nicht aufbereitet werden. Das schmeckt man auch“, sagt Katharina. Der sorgsame Umgang mit dem Element war ihr schon als Kind ein Anliegen, als sie ihre Eltern immer wieder zum Wassersparen „ermahnte“. Heute erscheint ihr das nicht mehr ganz so wichtig, weil in Salzburg genug von dem Lebenselixier vorhanden ist. Lieber sollte man sein Konsumverhalten so ausrichten, dass man nicht die Wasserressourcen anderswo auf der Welt ausbeutet, findet sie. 

„Ins Blaue“ bewarb sich die Diplomingenieurin nach ihrem Masterstudium bei uns, absolvierte ein Traineeprogramm und ist nun bereits seit eineinhalb Jahren im Team der Netze Wasser. Anfangs war das eine Herausforderung, weil während des Studiums natürlich die Praxis zu kurz kommt. Vor allem das umfassende Wassernetz und die vielen Anlagen, die in Salzburg mit der Wasserversorgung verbunden sind, musste sie erst mal „durchblicken“. Zum Glück standen ihr die Kollegen aber stets hilfreich zur Seite.

Alles Fliesst

In ihren Aufgabenbereich fällt alles, was mit der Betriebsführung der Wasserversorgung zu tun hat. Im Rahmen der Technikerbereitschaft ist Katharina selbst für die Organisation aller notwendigen Schritte verantwortlich, wenn etwa mitten in der Nacht eine Hauptwasserleitung platzt. Erst in der Freizeit kann sie das Leben dahinplätschern lassen, wenn sie an ihrem Cello sitzt oder eine Strickerei zur Hand nimmt: Dann entstehen Trachtenstutzen, Pullover für Nichten und Neffen oder sogar Großprojekte wie ein Mantel.

lebens.linien Katharina Leitner Wassertechnikerin Foto Marco Riebler

AUFGEDREHT

Elf Millionen Kubikmeter Trinkwasser verbrauchen unsere 155.000 Kunden jährlich.

50.000 Kubikmeter Wasser fassen die beiden Hochbehälter auf Kapuzinerberg und Mönchsberg. Das entspricht rund 250.000 Badewannen.

860 Kilometer Wasserleitungen liegen im Erdreich vergraben. Das entspricht der Luftlinie Salzburg – Kopenhagen.

140 Rohrbrüche müssen im Jahr bearbeitet werden.