ENERGIE AUS DEN HOHEN TAUERN

Die Wasserkraft der Hohen Tauern war schon Ende des 19. Jahrhunderts eine Quelle für die Stromerzeugung. Heute sind die Kraftwerke Beispiele für die nachhaltige Nutzung im Umfeld des Nationalparks.  

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Geschichte

Das elektrische Licht ging den Salzburgern in Rauris auf: Ignaz Rojacher ließ um 1880 erstmals ein Wasserrad anlaufen, um seine Goldgruben elektrisch ausleuchten zu können. Schon bald darauf gingen im ganzen Bundesland Glühbirnen an.

Mitte des 20. Jahrhunderts liefen in den Tauern die großen Kraftwerke der Verbund Hydro Power AG und der ÖBB im Stubachtal an. In der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg ging auch das Kraftwerk Hollersbach in Betrieb. Zusammen mit dem Bärenwerk im Fuscher Tal deckte es den gesamten Strombedarf im Oberpinzgau zwischen Zell am See und Krimml. Heute betreibt die Salzburg AG im Oberpinzgau drei Kraftwerke, die Strom für fast 25.000 Haushalte erzeugen.

  • Kraftwerk Wald
    Die 200 Höhenmeter zwischen den Orten Krimml und Wald nutzt die Kraftwerksanlage Wald seit 1988 für die Stromproduktion. Wegen der hohen Wassermengen unterhalb der Krimmler Wasserfälle kann das Kraftwerk im Sommer als Laufkraftwerk betrieben werden und deckt den Strombedarf von rund 18.000 Haushalten.
  • Kraftwerk Trattenbach
    Das Kleinwasserkraftwerk im Trattenbachtal im Gebiet der Nationalparkgemeinden Wald im Pinzgau und Neukirchen am Großvenediger ging schon 1910 ans Netz. Das 2003 in Kraft getretene österreichische Ökostromgesetz machte den Ausbau von solchen Kleinwasserkraftwerken wirtschaftlich sinnvoll. Seit der Revitalisierung 2005 erzeugt die Anlage Strom für fast 5.000 Haushalte.
  • Kraftwerk Hollersbach
    Als das Kraftwerk Hollersbach 1949 ans Netz ging, konnte es zusammen mit dem Fuscher Bärenwerk den gesamten Oberpinzgau mit Strom versorgen. 2010 wurde seine Leistung vervierfacht. Seither erzeugt es elektrische Energie für 5.400 Haushalte. Damit zählt das Werk am Eingang des Hollersbachtales zu den kleineren Anlagen der Salzburg AG.

Fotos Kerstin Joensson Salzburg AG

© Kerstin Joensson
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