Challenge angenommen

Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Kundenservice-Features: In Runde drei der Innovation Challenge stellten wir an die jungen Startups einige Herausforderungen. Zwei stellen wir vor.

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Strategie 2025

Vor zwei Jahren verordneten wir uns die „Strategie 2025“. Damit wollen wir uns von einem klassischen Energiedienstleister zu einem digitalisierten Technologieunternehmen weiterentwickeln und eine Vorreiterrolle im Land Salzburg übernehmen. Das setzt voraus, dass wir uns heute die Fragen stellen, auf welche die Kunden morgen Antworten brauchen. Frischen Wind für diesen Prozess holen wir uns durch die Zusammenarbeit mit internationalen Startups aus Wirtschaft, Technik und Wissenschaft.

Seit Februar dieses Jahres läuft die dritte Innovation Challenge. Die 199 Einreichungen kamen aus 48 Ländern, darunter den USA, Israel, Deutschland, der Schweiz und Österreich. Gemeinsam werden nun sieben Projekte verwirklicht.

Learning bei Lea

Hinter dem Projekt LEA stehen „lernende elektronische Assistenten“. Dabei geht es um Chatbots, eine roboterähnliche Software, die für das Unternehmen mit Kunden am PC kommunizieren kann. Die einfacheren Versionen kennt man bereits von einigen Webseiten. Im Fall eines Technikunternehmens wie der Salzburg AG können die Anfragen allerdings sehr vielschichtig sein. Mit dem Düsseldorfer Startup Cognigy haben wir einen Partner gefunden, dessen Chatbots nicht nur schriftlich und über Spracherkennungssysteme wie Alexa oder Siri kommunzieren können.

Marc Schneider, „Head of Business Development“ bei Cognigy: „Bei der Lösung, die in absehbarer Zeit auf der Website der Salzburg AG eingesetzt wird, stehen im Hintergrund lernfähige Bots, die im Laufe der Zeit auf die unterschiedlichsten Fragestellungen der Kunden eingehen können.“ Projektleiter Markus Schmidt ergänzt: „Und sollte ein Chat dennoch einmal ins Leere laufen, wollen wir in Zukunft in der Lage sein, dass sich das Kundenservice einschaltet.“

Ende der Wartezeit

Warum sich die Salzburg AG als einer der ersten Energieversorger in Österreich für Chatbots interessiert? Markus Schmidt: „Wir haben jedes Jahr zwischen 300.000 und 400.000 Kundentelefonate und 30.000 E-Mails, die von uns bearbeitet werden müssen. Das ist äußerst arbeits- und zeitintensiv und könnte mit Hilfe von Chatbots einfacher, effizienter und vor allem ohne Wartezeiten für die Kunden funktionieren.“

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Geanu am Punkt

Ein weiteres Projekt betreiben wir mit der Hamburger Proximity-Plattform wingu. Hier geht es um eine punktgenaue Informationsbereitstellung. Über Social Networks, Internet, Mails, Zeitung, Radio oder TV werden wir täglich von so vielen Informationen überflutet, die wir nur zum Bruchteil brauchen oder verwerten können.

Die Frage, wie man zur benötigten Information, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort kommt, lösen in Zukunft möglicherweise sogenannte Beacons. Das sind kleine Bluetooth-Sender, die Informationen an einen räumlich begrenzten Bereich aussenden. Smartphones und Tablets der neueren Generation sind mit der Technologie ausgestattet und können die Information empfangen, sobald sie in den Sendebereich des Beacons gelangen.

Projektleiterin Christina Schörghofer und Markus Zainitzer erklären, wo das gebraucht werden könnte: „Denkbar ist es etwa bei Baustellen, um aktuelle Push-Nachrichten auf das Smartphone zu bekommen: wie lange eine Baustelle dauert, was verlegt wird und mehr. Auch für die Fahrgastinformation ist das interessant: Touristen könnten so an P+R-Plätzen über die nächsten öffentlichen Verbindungen informiert werden oder blinde Menschen an den Obus-Haltestellen akustisch mitgeteilt bekommen, welcher Obus gerade in die Haltestelle einfährt.“