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#DIEzukunft

#FRAUENinderTechnik

Rosa, Lise, Hedy, Christiane, Renée, Angela, Alexandra…

…die Namen bedeutender österreichischer Wissenschafterinnen. 

In Form einer meterhohen Videoinstallation an der Wand des HKW Mitte, strahlen die genannten Frauen vom 3. März 2022 bis zum 8. März 2022 in bunten Farben in den Nachthimmel. Sie sind Teil der Salzburg AG Aktion #FRAUENinderTechnik, die den Weltfrauentag 2022 repräsentiert. Eine Aktion, die sieben Forscherinnen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik, abgekürzt als MINT, samt ihren eindrucksvollen Geschichten vorstellt – stellvertretend für die vielen hochbegabten Frauen in Österreich und der ganzen Welt. Das Video ist bis 8. März 2022 von 18 Uhr bis 22 Uhr zu sehen. 

Aktion zum Weltfrauentag 2022

7 beeindruckende Wissenschafterinnen im Portrait

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Rosa Kerschbaumer-Putjata

Erste praktizierende Ärztin in Österreich, erste Augenärztin in Salzburg, erste Leiterin einer Augenklinik – zu einer Zeit als Frauen in Österreich nicht Medizin studieren durften. 

Geboren 1851 in Russland, aufgewachsen in einer russischen Landadelsfamilie war sie im Alter von 18 Jahren schon Mutter von drei Kindern. Mit 21 Jahren ging sie in die Schweiz und studierte dort wie ihre Schwester Medizin. Gemeinsam mit ihrem österreichischen Mann baute sie eine private Augenklinik in der Schwarzstraße 32 in der Stadt Salzburg auf, die sie 1890 nach der Trennung alleine weiterführte. Dazu bekam sie eine spezielle Erlaubnis von Kaiser Franz Joseph. Da erst zehn Jahre später Frauen in der Monarchie Medizin studieren durften. Rosa Kerschbaumer-Putjata setzte sich für die Zulassung von Frauen zum Medizinstudium ein und engagierte sich von Salzburg aus in der bürgerlichen Frauenbewegung in Wien.

(Quellen: Stadt Salzburg, wikipedia)

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Lise Meitner

Physikerin, Kernphysikerin, entdeckte das chemische Element 91, Deutschlands erste Professorin für Physik, bei der Erforschung der Radioaktivität zählt sie zu den großen Pionier:innen, 1939 erste physikalisch-theoretische Erklärung der Kernspaltung

Ihre gesamte Laufbahn hindurch hatte Lise Meitner, geboren 1878 in Wien, mit der ihr gebührenden Anerkennung zu kämpfen. So etwa in Berlin 1907, wo sie mit Otto Hahn für Max Planck am Chemischen Institut forschte, zu einer Zeit als noch keine einzige Studentin zugelassen war. 1938 beim Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich musste sich Lise Meitner in Schweden in Sicherheit bringen. Nur wenige Monate nach ihrer Flucht schrieb Otto Hahn von einem Vorgang, den er als „Zerplatzen“ des Urankerns bezeichnet. Bis dahin galten Atomkerne als unteilbar. Das war die Krönung ihrer langen, gemeinsamen Forschungsarbeit. Lise Meitner schrieb dazu aus dem Exil die erste physikalische Erklärung dieses Vorganges, den sie Kernspaltung nannte.

(Quellen: Austria Forum, BR Wissen, Wikipedia)

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Hedy Lamarr

Hollywood-Schauspielerin, Erfinderin, Pionierin der Mobilfunktechnik.

Hedy Lamarr wird 1914 in Wien mit dem bürgerliche Namen Hedwig Eva Maria Kiesler geboren. Als junge Frau entdeckt sie Max Reinhardt für die Schauspielerei. In den 40iger Jahren ist sie einer der schillerndsten Hollywood-Persönlichkeiten, dass sie auch als Wissenschafterin Pionierarbeit im Mobilfunk leistete, wissen nur wenige.

Gemeinsam mit Georg Antheil entwickelte Hedy Lamarr 1942 für die US-Navy eine Funkfernsteuerung für Torpedos: diese war durch sich selbsttätig wechselnde Frequenzen ("Frequency Hopping"/Frequenzsprungverfahren) störsicher. Das Verfahren bildet bis heute den Grundstein für Bluetooth-, Wi-Fi- und GPS-Technologien. 1997 bekam Hedy Lamarr für ihre Erfindung einen Pionieer Award von der Electronic Frontier Foundation. 1998 erhielt sie den österreichischen Erfinderpreis.

(Quellen: Austria Forum, geschichtewiki.wien)

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Christiane Floyd

Mathematikerin, Informatikerin, 1978 erste Professorin für Informatik im deutschsprachigen Raum; Pionierin der Informatik; Stichwort: Empowerment durch den Computer und zwar aller Benutzer:innen.

1961 studierte Christine Floyd Mathematik und Philosophie. 1966 promovierte sie in Wien mit einer Arbeit über Algebra. Bereits in den achtziger Jahren formulierten Christiane Floyd und ihre Forschungsgruppe an der TU Berlin mit dem Konzept der evolutionären partizipativen Systemgestaltung, kurz STEPS, eine Vorstufe der heutigen ‚Agilen Methoden‘.  Seit 2006 engagiert sich Christiane Floyd in der universitären Entwicklungszusammenarbeit mit Äthiopien. Sie unterstützte den Aufbau eines Promotionsstudiums in Informatik an der Universität Addis Ababa. Aktuell ist sie in dem österreichisch-äthiopischen Forschungsprojekt TEMACC mit der Entwicklung von Info-Apps rund um das Thema sichere Geburt beteiligt. Damit soll die Mütter- und Kindersterblichkeit gesenkt werden. 

(Quellen: wikipedia, zeit.de)

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Renèe Schroeder

Biochemikerin, Wittgenstein-Preisträgerin für die RNA-Forschung, Autorin. Renée Schroeder wird 1953 in Brasilien geboren. Während der Militärdiktatur kam sie mit ihren Eltern nach Österreich.

Ihr Forschungsmittelpunkt ist die Ribonukleinsäure, kurz RNA. Für ihre RNA-Forschungsarbeit wurde sie 2002 zur Wissenschafterin des Jahres gewählt und 2003 erhielt sie den Wittgensteinpreis. Weiters war sie von 1998 bis 2004 österreichische Delegierte der "European Molecular Biology Organisation", von 2001 bis 2005 Mitglied der Bioethik-Kommission, von 2005 bis 2010 Vizepräsidentin des Wissenschaftsfonds FWF und Mitglied des "Rats für Forschung und Technologieentwicklung“ und ist seit 2007 Chefherausgeberin des Journals "RNA-Biology".

Renée Schroeder ist Autorin mehrerer populärwissenschaftlicher Bücher, wie ‚Die Henne und das Ei‘ und ‚Die Erfindung des Menschen‘, die jeweils Wissenschaftsbuch des Jahres 2012 und 2017 wurden.

 (Quellen: wikipedia, momentum.at, wien.giv.at)

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Angela Sessitsch

Biotechnologin, Forscherin, Leiterin der Abteilung Bioresources am AIT Austrian Institute of Technology in Tulln, 4-mal in Folge auf der Liste der meistzitierten Wissenschaftler:innen der Welt

Angela Sessitsch wurde 1964 in Graz geboren und studierte an der Technischen Universität Graz Chemie mit dem Schwerpunkt Bio- und Lebensmittelchemie. Ihre Forschungen am AIT Austrian Institute of Technology mit einem Team aus ungefähr 50 Mitarbeiter:innen beschäftigen sich mit in der Natur vorkommenden Bakteriengemeinschaften im Boden, und da wiederum mit jenen, die in Interaktion mit der Pflanze stehen.

Bereits zum vierten Mal in Folge ist Angela Sessitsch unter den weltweit am häufigsten zitierten Forschenden. Seit 2015 ist sie Präsidentin bzw. Vize-Präsidentin der ÖGMBT - Austrian Association of Molecular Life Sciences and Biotechnology mit mehr als 1200 Mitgliedern aus der Forschung und der Wirtschaft. 

(Quellen: science.apa, FEMtech.at)

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Alexandra Kautzky-Willer

Medizinerin, erste Professorin für Gendermedizin, 2016 Wissenschafterin des Jahres. In Wien 1962 geboren, leitet Alexandra Kautzky-Willer, Fachärztin für Innere Medizin heute die Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel an der Medizinischen Universitätsklinik/ AKH Wien.

Ihre wissenschaftliche Laufbahn begann Alexandra Kautzky-Willer mit der Erforschung des sogenannten Schwangerschaftsdiabetes.  Seit 1. Jänner 2010 ist Alexandra Kautzky-Willer die erste Professorin für Gendermedizin in Österreich. Mit der Professur bekam sie an der Medizinischen Universität Wien die Forschungsabteilung Gender Medicine Unit und sie übernahm die Leitung des ersten postgraduellen Universitätslehrgangs für Gender Medicine in Europa. Für ihre Forschungsansätze und wissenschaftlichen Publikationen wurde sie bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, beispielsweise 2013 als eine der Women Inspiring Europe“ und 2016 als Wissenschaftlerin des Jahres“.

(Quellen: wikipedia, Med. Uni Wien, Stadt Wien)

Frauen und Technik in der Salzburg AG

Auch die Salzburg AG setzt sich mit Ihrem Programm #DIEzukunft und den jährlichen robo.camps in Kooperation mit alphazone für Chancengleichheit ein. Im Mittelpunkt stehen dabei die Begeisterung von Mädchen für Technik und die Förderung von Frauen in technischen Berufen.