Energie für 23.000 Haushalte

Kraftwerk
Sohlstufe Lehen

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Sohlstufe Lehen
 

Das Kraftwerk Sohlstufe Lehen erzeugt ab Mitte 2013 mit einer Leistung von 13,7 Megawatt jährlich rund 81 Millionen Kilowattstunden Strom aus sauberer Wasserkraft. Das reicht für knapp 23.000 Haushalte in den Stadtteilen Lehen, Liefering und Itzling.

 

Durch den Bau wird der Hochwasserschutz verbessert und die fortschreitende Sohleeintiefung der Salzach wird verringert. Das Kraftwerk gewährleistet die geforderte ökologische Durchgängigkeit der Salzach für Fische bei der bestehenden Sohlstufe. Auf dem Glanspitz-Areal entsteht ein neues Naherholungsgebiet.

Uns ist die Besonderheit des Standorts bewusst. Deshalb hat der offene und direkte Dialog mit den Anrainern bereits in der Planungsphase begonnen und wird auch während der Bauzeit laufend fortgesetzt.

 

3D Animation zum Kraftwerk Sohlstufe Lehen

Ombudsmann

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Ing. Robert Sander

Telefon +43/662/ 8884 - 1494
Handy +43/676/ 868 55 - 1494
Fax +43/662/ 8884 - 170 1494
sohlstufelehen@salzburg-ag.at

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Erholung am Glanspitz

Beim Bau spielt die Neugestaltung des Glanspitzes eine wesentliche Rolle. Ziel ist es, mitten in der Stadt ein Freizeit- und Naherholungsgebiet zu schaffen.

 

Wichtig war es, die Ideen und Bedürfnisse der Anrainer in die Planung einfließen zu lassen. Daher haben unter hoher Beteiligung der Anrainer zwei Info-Treffs stattgefunden, die ganz im Zeichen der Gestaltung rund um das Wasserkraftwerk standen.

 

Die ersten Ergebnisse

Der Umgehungsbach wird ein Ort zum Spielen und Erholen. Die Ufer dienen als Spiel- und Rastplätze und werden mit Sitzgelegenheiten ausgestattet. Außerdem wird für Kinder und Jugendliche ein Treffpunkt mit einer Vielzahl von Freizeit- und Sportmöglichkeiten für alle Altersgruppen angeboten.

 

Ein besonderes Anliegen ist ein Rodelhügel. Daher wird ein zirka drei Meter hoher Aussichtshügel geschaffen, der im Winter die Möglichkeit zum Rodeln und Schlittenfahren bietet. Außerdem sind großzügige Spiel- und Liegewiesen geplant. Das bestehende Biotop wird umgesiedelt und findet einen neuen Standort am Glanspitz. In dessen Nähe werden Sitzgelegenheiten aufgestellt, die zum Verweilen und Picknicken einladen.

 

Das neue Erholungsgebiet ist zu Fuß und mit dem Fahrrad gut zu erreichen. Dafür sorgen eine Fußgänger- und Fahrradbrücke über dem Kraftwerk und ein Austeg durch den Auwald. Die Planung ist noch nicht abgeschlossen. Die vorgestellten Maßnahmen sind die ersten Ergebnisse der gemeinsamen Info-Treffs mit den Anrainern und der Stadt Salzburg.

Gestaltung

Die Gestaltung kommt von den Architekten Erich Wagner und Max Rieder, die Neugestaltung des Naherholungsgebiets Glanspitz von der Freiland Umweltconsulting ZT GmbH.

Lage

Das Kraftwerk wird unterhalb der bestehenden Sohlstufe in Lehen (etwa auf Höhe des Kolping-Hauses) errichtet. Von den Baumaßnahmen sind vor allem die Stadtteile Liefering, Lehen und Itzling unmittelbar betroffen. Diese Stadtteile profitieren auch am meisten:

  • Verbesserung der Grundwassersituation in diesem Bereich.
  • Zusätzliche Hochwasserschutzmaßnahmen.
  • Umweltfreundlicher Strom aus Wasserkraft.
  • Naherholungsgebiet am Glanspitz in unmittelbarer Nähe.

    Technische Daten

    Einzugsgebiet

    4.426 km²

    Ausbauwassermenge

    250 m³/s

    Fallhöhe

    6,60 m

    Engpassleistung

    13,70 MW

    Erzeugung

    81 Mio. kWh

    Stauziel

    413,5 m.ü.A.

    Krafthaus

    linksseitig mit 2 Maschinensätzen
    4 Wehrfelder

    Ombudsmann

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    Ein wichtiges Element beim Hochwasserschutz ist die Hochwasserschutzmauer. Das Konzept „HQ 100 + 50 cm“ schützt vor einem hundertjährigen Hochwasser und bietet eine zusätzliche Sicherheit von 50 Zentimetern. Damit sich die Mauern in die bereits bestehende Landschaft bestmöglich einfügen, hat das Projektteam eng mit dem Gartenamt der Stadt Salzburg, der Stadtplanung sowie Vertretern des Naturschutzes zusammengearbeitet.

    Die linke Salzachseite

    Zwischen der ÖBB Brücke und der Lehener Brücke (1) wird die Hochwasserschutzmauer parallel zum Fußweg gebaut. Der Abschnitt, der in die Strubergasse mündet, war durch das leichte Abfallen vom Ufer weg in der Vergangenheit besonders gefährdet.

     

    Zwischen der Lehener Brücke und dem Pioniersteg (2) werden neben der Hochwasserschutzmauer Mobilelemente eingesetzt, die dafür sorgen, dass ein Übergang zwischen der Auffahrtsrampe und der Böschungskante geschaffen wird. Das ermöglicht einen ungehinderten Zugang zur Salzach.

     

    Beim Lehener Park (3) grenzt der Treppelweg direkt an die Promenade. Durch die Zusammenlegung der beiden Wege entsteht ein breiter Weg für Radfahrer und Fußgänger.

     

    Am Makartkai (4) gibt es bereits eine Stützwand, die allerdings nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Daher wird die bestehende Wand um zirka 40 Zentimeter erhöht und verstärkt, damit diese dem Erd- und Wasserdruck standhält.

     

    Die rechte Salzachseite

    Zwischen der ÖBB Brücke und der Lehener Brücke (5) schließt die Hochwasserschutzmauer an die bereits bestehende Mauer an. Dort verläuft sie entlang der Böschungskante oder als Trennung zwischen den Geh- und Radwegen.

     

    Zwischen der Lehener Brücke und dem Pioniersteg (6) erfüllen die ersten 160 Meter des vorhandenen Treppelweges bereits das Konzept „HQ 100 + 50 cm“. Die anschließende Hochwasserschutzmauer verläuft entlang der Straße. Daher bleibt die junge Baumreihe, die sich am Grünstreifen zwischen dem Treppelweg und der Straße befindet, auch erhalten.

     

    Am Josef-Mayburger-Kai (7) gibt es einen zirka ein Meter breiten asphaltierten Treppelweg. Damit die Bäume am Anfang des Hochwasserschutzdammes bestehen bleiben können, wird die Hochwasserschutzmauer Richtung Straße verlegt. Dadurch wird die Straße in Zukunft als Einbahnstraße geführt – ähnlich wie am Elisabethkai.

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    Zahlreiche Fragen zum Kraftwerk Sohlstufe Lehen wurden gesammelt und hier beantwortet.

    Warum gerade dieser Standort?

    Die Sohle musste stabilisiert und die Böschungen gesichert werden. Aus ökologischer Sicht ist daher ein Stützkraftwerk die ideale Lösung, zumal damit zusätzlich die ökologische Durchgängigkeit der bestehenden Sohlstufe gewährleistet wird.

    Weshalb wurde nicht weiter flussabwärts gebaut?

    Die Umsetzung erfolgt dort, wo es die geologische Situation erstmalig am Flussverlauf zulässt. Eine Verankerung des Kraftwerkes im Seeton wäre mit einem vertretbaren Aufwand nicht machbar bzw. finanzierbar gewesen. Der Standort Hagenau, der der nächstgelegene Standort flussabwärts wäre, war aufgrund der Vorgaben der EU - Wasserrahmenrichtlinie nicht möglich.

    Gab es eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)?

    Der Gesetzgeber sieht eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erst ab einer Engpassleistung von 15 Megawatt (MW) vor. Mit dem Kraftwerk wird sich eine Engpassleistung von ca. 13,7 MW erzielen lassen. Eine freiwillige Umweltverträglichkeitsprüfung ist gesetzlich nicht möglich.

     

    Dieser Wert ergibt sich aus folgenden Faktoren:

    • Ausbauwassermenge von 250 m³/s (wie Kraftwerk Urstein). Die Ausbauwassermenge entspricht der durchschnittlichen Wassermenge der Salzach.
    • Bestehende Gefälleverhältnisse: Die Fallhöhe beim Kraftwerk Sohlstufe Lehen wird 6,60 Meter betragen.

    Hat es unabhängige Gutachten gegeben?

    Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens wurde das Projekt von der unabhängigen Behörde geprüft. Diese Prüfung beinhaltete u.a.:

     

    Grundwasser:

    Die Ergebnisse liegen seit Februar 2008 vor. Im Nahbereich der Salzach wurden zusätzliche Grundwasserspiegelmessstellen (Pegel) gesetzt und das bestehende Messnetz in Abstimmung mit dem Hydrographischen Dienst der Salzburger Landesregierung verdichtet. Die Ergebnisse wurden von der Behörde geprüft und das Grundwassermodell bestätigt. Es kommt zu keiner Verschlechterung der Grundwassersituation, im Falle eines Hochwassers werden sogar die Grundwasserspitzen gekappt.

     

    Hydraulischer Modellversuch:

    Die TU Wien, Institut für Wasserbau und Ingenieurhydrologie, war mit dem Modellversuch betraut. Dessen Ergebnisse wurden ebenfalls (insbesondere die Hochwasserthematik) von der zuständigen Behörde geprüft und positiv beurteilt. Das Kraftwerk stellt keine Verschlechterung im Hochwasserfall dar. Die geplanten Begleitmaßnahmen tragen sogar wesentlich zur Verbesserung der lokalen Hochwassersicherheit bei.

     

    Ökologie:

    Die ökologische Begleitplanung wurde nach den neuesten Erkenntnissen erstellt und im naturschutzrechtlichen Verfahren positiv bewertet. Die Maßnahmen werden die ökologische Bilanz des Salzach-Abschnittes deutlich erhöhen.

     

    Abgeschlossen ist auch das jagdrechtliche Verfahren (Bibersichtung). Die Ergebnisse werden in Form von ökologischen Begleitmaßnahmen in das Gesamtprojekt aufgenommen und in den Projektablauf integriert.

     

    Geologie:

    Vor Baubeginn wurden umfangreiche Bodenerkundungsmaßnahmen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden von der Behörde im Rahmen des Wasserrechtsverfahrens geprüft und stellen die Basis für die Baumaßnahmen dar.

    Wie wurde in der Planung die Ökologie beachtet?

    Mögliche Auswirkungen auf das Ökosystem „Fluss Salzach“ wurden im Rahmen des vorgesehenen naturschutzrechtlichen Verfahrens geprüft und zusätzlich im wasserrechtlichen Verfahren berücksichtigt. Auch die Landesumweltanwaltschaft hatte Parteistellung im Genehmigungsverfahren.

     

    Die ökologische Begleitplanung wird im Rahmen des Kraftwerkbaus umgesetzt. Das Projekt leistet insgesamt einen wesentlichen Beitrag zur Aufwertung der ökologischen Bilanz in den betroffenen Stadtgebieten.

     

    Ein Fischpass, der dem aktuellen Stand der Technik entspricht, ermöglicht künftig die Durchgängigkeit der Salzach für Fischwanderungen. Diese sind derzeit nicht möglich. Für die Realisierung des Kraftwerks benötigte Grün- und Auflächen werden durch Ausgleichsflächen ersetzt bzw. durch Renaturierung kompensiert.

    Welche Bauphasen gibt es?

    Der Bau erfolgt in zwei Phasen:

    1. 09/2010 bis 12/2011: Errichtung von drei Wehrfeldern, einer Dichtwand und Einbau einer unterirdische Wasserableitung (Drainagesystem) auf der rechten Salzachseite.
    2. Ende 2011 bis Mitte 2013: Bau viertes Wehrfeld und Krafthaus auf der linken Salzachseite, Einzug einer weiteren Dichtwand. Die Inbetriebnahme erfolgt Mitte 2013.

    Welche Belastungen bringen die Bauphasen?

    Um die Belastungen so gering wie möglich zu halten, wurde ein umfassendes Verkehrskonzept in Abstimmung mit der Stadtplanung erstellt. Danach wird der Bauverkehr zur Entlastung der Anrainer über eine eigene Autobahnabfahrt nahe dem Messezentrum und seit dem Frühjahr 2011 zusätzlich über eine Baubrücke über die Salzach geführt.

     

    Lärmintensive Tätigkeiten werden möglichst auf Montags bis Freitags zwischen 7 und 19 Uhr beschränkt. Die tägliche Rahmenarbeitszeit ist Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr, sowie im Bedarfsfall am Samstag von 7 bis 19 Uhr.

     

    Wo können Anrainer ihre Anliegen einbringen?

    Bei regelmäßigen Info-Treffs in der Info-Box am Traklsteg informiert das Projektteam über den Kraftwerksbau und gibt Interessenten einen Einblick in das Baustellengeschehen. Selbstverständlich steht das Team den Anrainern für Fragen zur Verfügung. Außerdem wurde eine Ombudsstelle eingerichtet.

    Wie ist der Ombudsmann zu erreichen?

    Unser Ombudsmann Robert Sander ist nach Terminabsprache jederzeit für Sie da.

     

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    Sind Bauschäden zu befürchten?

    Bauschäden können bei großen Bauvorhaben nie ganz ausgeschlossen werden. Für die Abwicklung von möglichen Schadensfällen wurde vor Baubeginn eine umfangreiche Beweissicherung an den Objekten entlang der Zufahrtsstraße sowie im Nahbereich der Baugrube und dem Rückstauraum durchgeführt.

    Kann man die Baustelle beobachten?

    Ja, am besten vom Traklsteg oder von der Aussichtsplattform auf der rechten Uferseite Höhe Kolpinghaus.

    Wie verändern sich Augebiet und Glanspitz?

    Die Flächen, die für den Bau nötig sind und gerodet werden müssen, werden nach Projektabschluss für den Fischabstieg und das Umgehungsgerinne genutzt. Die Eingriffe waren nötig, um den geforderten Hochwasserschutz gewährleisten zu können.

     

    Mit dem Architektenwettbewerb wurde die ökologische Begleitplanung mit der Neugestaltung des Glanspitzareals und einer ökologischen Aufwertung des untersten Teils des Glankanals entwickelt. Die Rahmenvorgaben dafür wurden seitens der Stadtplanung erarbeitet.

     

    Ab Mitte 2013 steht der Bevölkerung ein Naherholungsgebiet mit Sport- und Freizeitmöglichkeiten zur Verfügung.

    Ändert sich das Fließverhalten im Unterwasser?

    Nein. Hier kommt es zu keinen Veränderungen durch den Kraftwerksbau.

    Ändert sich das Fließverhalten im Oberwasser?

    Die Fließgeschwindigkeitsunterschiede zwischen der Nonntaler Brücke und dem Müllner Steg sind marginal. Da bereits im Ist-Zustand der Salzach ein Rückstaueffekt der Sohlstufe Lehen besteht, wird sich – ausgehend von einem Übergangsbereich – ab der Lehener Brücke im Erscheinungsbild und in der Fließgeschwindigkeit nur ein geringer Unterschied ergeben. Grundsätzlich wird die Salzach daher ein sehr ähnliches Erscheinungsbild haben, wie heute.

    Wie ist die Lärmentwicklung?

    Der derzeitige Geräuschpegel der Sohlstufe Lehen wird an etwa 295 Tagen des Jahres wegfallen. Eine zusätzliche Schallentwicklung durch die Turbinen und Generatoren wird es nicht geben. Bei erhöhter Wasserführung sowie im Hochwasserfall ist die Geräuschentwicklung gleich wie jetzt.

     

    Diese Einschätzungen beruhen auf Vergleichswerten, die im Rahmen einer Lärmmessung an der

    bestehenden Sohlstufe erhoben wurden.

    Kommt es zu vermehrter Nebelbildung?

    Seitens der Behörde wurde ein eigener Sondersachverständiger (der Salzburger Meteorologe Michael Staudinger) bestellt, der in seinem Gutachten bestätigte, dass es zu keiner zusätzlichen Nebenbildung durch das Kraftwerk kommt. Ein wesentlicher Faktor für Nebelbildung ist die zur Verfügung stehende Wasseroberfläche (Verdunstung). Diese Oberfläche wird nur minimal vergrößert.

    Kommt es durch das Kraftwerk zu Erschütterungen?

    Nein.

    Kommt es zu Geruchsbelästigungen (z. B. Treibgut)?

    Nein. Aufgrund der Betriebserfahrungen der Salzburg AG ist mit keiner Geruchsbelästigung zu rechnen. Angeschwemmtes Holz und anderes Treibgut wird über eine Rechenreinigungsmaschine beim Einlaufrechen herausgehoben und über Container entsorgt.

     

    Bei größeren Hochwasserereignissen werden die Wehrfelder geöffnet, wodurch das schwimmende Gut ins Unterwasser abgeleitet wird.

    Wie ändert sich der Grundwasserpegel im Staubereich?

    Oberste Anforderung an das Kraftwerk ist, dass es zu keiner negativen Beeinflussung der Grundwassersituation kommt. Im Oberwasserbereich werden umfangreiche Maßnahmen getroffen, die sich aus den Ergebnissen des Grundwassermodells (= Computer-basiertes Prognose-Instrument zur Messung des Grundwasser-Stands) ergeben.

     

    Eine zusätzliche Grundwasser-Messstelle vor Ort zeigt jede Veränderung des Grundwassers auf und ist damit wesentliches Kontrollorgan.

     

    Die mögliche Beeinflussung des Grundwassers durch das höhere Stauziel der Salzach wird mit Dichtungsmaßnahmen und Drainagekanälen sowie mittels Rotationseinrichtungen kompensiert. Durch diese Maßnahmen wird zusätzlich im Hochwasserfall der Grundwasseranstieg geringer bzw. verlangsamt.

     

    Dieses Verfahren ist Stand der Technik und bei vielen Kraftwerksprojekten, auch in Stadtgebieten (z. B. Kraftwerk Sohlstufe Hallein, Donaukraftwerk Freudenau, Stadtkraftwerk Leoben) erfolgreich umgesetzt worden.

     

    Verschlechtert das Kraftwerk den Hochwasserschutz?

    Nein. Umfangreiche Berechnungen sowie der Modellversuch an der TU Wien zeigten, dass keine Verschlechterungen auftreten werden.

     

    In Absprache mit der Bundeswasserbauverwaltung und in Abstimmung mit der Stadt Salzburg ist zwischen Sohlstufe und Krafthaus eine Uferschutzmauer vorgesehen. Damit wird das Hochwasserschutz-Konzept der Stadt Salzburg „HQ 100 und 50 cm“ fortgesetzt. Die Umsetzung dieses Plans ist bereits bis zur Eisenbahnbrücke erfolgt. Mit den Maßnahmen der Salzburg AG wird das Konzept nun flussabwärts bis zum Kraftwerk Sohlstufe Lehen weitergeführt.

     

    Das HQ 100 (Hundertjährliches Hochwasser; entspr. dem Hochwasser im August 2002) kann mit drei geöffneten Wehrfeldern abgeführt werden. Im Unterwasser wird durch die Stabilisierung der Böschungen sowie ein Tieferlegen der Böschungsfüße ein Abrutschen verhindert. Dadurch wird auch dort die Hochwassersicherheit erhöht.

    Wie wird der erzeugte Strom abgegeben?

    Der im Kraftwerk erzeugte Strom soll primär über eine unterirdische Kabelanbindung ins Umspannwerk nach Hagenau geleitet werden. Parallel dazu ist eine Anbindung in das Netz der Stadt Salzburg (Umspannstation Liefering) geplant.

    Welche Alternative gab es zum Kraftwerksbau?

    Die Bundeswasserbauverwaltung hat mögliche alternative Lösungsansätze geprüft. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie sieht bis 2015 eine Durchgängigkeit der Salzach für Fische und Flussbewohner vor. Zur Erfüllung dieser Auflage und zur erforderlichen Stabilisierung der Salzachsohle wären auch bei alternativen Lösungsansätzen Bauarbeiten notwendig gewesen. Die einzige technisch sinnvolle und ökologisch funktionierende Alternative wäre laut Experten eine „aufgelöste Sohlrampe“.

     

    Sie würde eine Länge von gut 400 m aufweisen und müsste über zumindest zwei Bauwinter errichtet werden. Weiters würde die Materialzufahrt (Wasserbausteine, Schüttmaterial) voraussichtlich über das Stadtgebiet erfolgen (keine Baubrücke, keine eigene Baustellenzufahrt).

     

    Eine weitere Voraussetzung wäre die Aufweitung der Salzach sowie die Errichtung eines Hochwasserschutzdammes im Nahbereich der Rampe. Darüber hinaus würde es dadurch zu keiner ökologischen Aufwertung der Glan kommen. Aufgrund dessen und der hohen Kosten (rund 10 Mio. Euro) wurde diese Alternativlösung als nicht empfehlenswert eingestuft.

     

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    Ombudsmann

    Ing. Robert Sander ist der Ombudsmann des Kraftwerks Sohlstufe Lehen. Der erfahrene Kollege ist persönlicher Ansprechpartner für die Anrainer.

     

    Info-Treffs

    Seit Beginn finden regelmäßige Info-Treffs statt. Hier stehen Ihnen Ombudsmann und Projektleiter Rede und Antwort.

     

    Neuer Treffpunkt: Kolpinghaus!

     

      Das Projektteam stellt sich vor

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