Am Erdgas führt kein Weg vorbei!
Kommentar von Dr. Florian Haslauer (A.T. Kearney)

- Dr. Florian Haslauer
Europa ist auf den Import von Energieträgern wie Erdöl, Erdgas und Kohle angewiesen. Diese Abhängigkeit wird sich in den nächsten 15 bis 20 Jahren auch dann nicht signifikant verbessern, wenn die EU ihre gesteckten Ziele in puncto Energieeinsparung und Ausbau alternativer Energieformen erreicht. Auf jeden Fall wird sich der in Deutschland geplante Ausstieg aus der Atomenergie negativ auf die Energie-Importbilanz auswirken.
Erdgasbedarf steigt
Erdgas ist nach Erdöl der wichtigste Primärenergieträger in Europa. Derzeit deckt Erdgas rund 25 Prozent des Energiebedarfs am Kontinent. Dass seine Bedeutung weiter zunimmt, hat mehrere Gründe: Erdgas ist ideal für den Einsatz in der Industrie ebenso wie für die Wärme- und Stromerzeugung. Durch den geringeren CO2-Ausstoß gegenüber anderen fossilen Energieträgern hat es auch handfeste ökologische Vorteile.
Neue Leitungen notwendig
Um die Versorgung mit Erdgas abzusichern und die Abhängigkeit von Russland zu verringern, müssen neue Gasbezugsquellen erschlossen werden. Dafür kommen insbesondere nordafrikanische Länder und der Nahe Osten in Frage. Die geplante Tauerngasleitung würde Europa den Weg in diese Richtung öffnen.




